Neuköllner Freizeitbeobachtungen
Das Neuköllner Freibad ist ja eine schöne Sache – gerade im Sommer. Erst durch die Hasenheide, dann rein ins kalte Becken.
Morgens kann man es noch aushalten. Nur die Rentner ziehen ihre Bahnen und ein paar Kinder. Aber nachmittags wird es dann richtig schlimm – ganze Horden fallen in das Bad ein, essen Buletten, rauchen Wasserpfeife oder werfen sich gegenseitig ins Wasser, bis kein Tropfen mehr übrig ist.
Ich hätte ja nie gedacht, dass die Statistik über die dicken Kinder stimmen – aber in Neukölln kann man das Phänomen unter jedem Baum beobachten. Woran liegt es? Kriegen die Kinder nicht genügend Auslauf? Liegt es am Essen? An der Luft? Ich glaube, es liegt an der gewissen Trägheit, die ab 15 Uhr über dem Stadtteil liegt. Die Skatspieler packen ihre Karten aus und spielen um den “Sei ruhig”-Pokal.
Die Busfahrer dösen in ihren Köstritzer-Bussen vor den größten Wandgemälden der Welt. Eine Frage: war die Flughafenstrasse früher schmaler? Überall an der Hasenheide gibt es komische Häuser, die aussehen, als ob ihnen ein Nachbarhaus abhanden gekommen ist.
Und die Kinder? Malen zur Musik. Camille Saint-Saens Aquarium. Und treffen das Thema der Musik ganz gut – zumindest die Fische sind da.
Juni 13th, 2007 at 12:22
die frage, ob ´meine´ straße früher kleiner war hab ich mir auch schon oft gestellt. am kürzeren ende, also da wo ich wohne, kann man von unserem fenster den nachbarn direkt ins wohnzimmer gucken. richtung flughafen wird die straße dann tatsächlich breiter und die häuser auf der anderen straßenseite sehen aus wie abgeschnitten.