QR-Codes und Blogs
Die ganze Blogosphäre redet über Twitter. Eine spannende Sache ging dabei unter, die in Japan schon weitverbreitet ist und in Europa erst durch die Schweizer bekannt gemacht wird. Die Schweizer!!!
Eigentlich wollte ich ja darüber schreiben, dass in der Schweiz der erste Minister bloggt. Rechts unten sah ich dann aber ein kleines schwarz-weißes Bildchen, ein sogenannter QR-Code.
QR-Code steht für QuickResponse Code und müsste vielen Bahnfahrern schon bekannt vorkommen. Ein tragbarer Scanner (zum Beispiel ein Foto-Handy) nimmt das Bild auf und wandelt es in einen Text um, beispielsweise eine URL-Adresse, einen Link, ein Fahrscheinkaufbestätigung.
Die Codes können aber auch noch anders verwendet werden. Anstelle von Visitenkarten könnte man sich so bei Konferenzen und Kongressen einfach gegenseitig den QR-Code speichern. Man könnte sich Wegbeschreibungen direkt vom Web aufs Handy holen. Man könnte in der Stadt Beschreibungen der Sehenswürdigkeiten als QR-Code abdrucken.
Der unter Kritik stehende Bloganbieter Kaywa erlaubt, dass Blogger ihre Artikel als QR-Code anbieten – und sich die Leser des Artikels den Inhalt auf ihrem UMTS-Handy ansehen können. Wenn jetzt nur die Möglichkeit wäre, direkt darauf zu antworten, dann würde die mobile Bloggerei gleich richtig losgehen.
Was man noch alles machen könnte, ist in diesem Video zu sehen oder auch bei Carpark zu lesen.
März 15th, 2007 at 09:54
Nein, Kaywa steht nicht pauschal unter Kritik; ich habe mich nur darüber geärgert, dass sie noch immer keine Trackbacks hinkriegen.
Übrigens kann ein QR-Code keineswegs den Inhalt eines ganzen Artikels enthalten, sondern nur einige wenige Zeichen (so um die 250, wenn ich mich nicht irre). Und es wäre ja auch ziemlich umständlich, mit dem Computer auf die Website zu surfen und dann mit dem Handy den QR-Code zu scannen. Viel einfacher ist es, die Website gleich mit dem Handy-Browser zu besuchen. Aber Kommentare schreibe ich dann trotzdem nur selten auf dem Handy; mit den Winzigtastaturen dauert das einfach zu lange.
März 15th, 2007 at 11:43
Seit langem befasse ich mich mit dem Thema Barcodes und Web und finde immer noch, daß QR-Codes eine hervorragende Art sind, das Internet der Dinge umzusetzen. Dafür muß man nicht auf RFID warten.
März 21st, 2007 at 23:38
Hi,
Ich habe auf Matthias Blog geschrieben, wieso es
a) nicht überall Trackbacks gibt. Wird nicht immer gewünscht, z.B. bei Blueblog – da hats keine.
b) die Trackbacks-Funktion kann man ausschalten (Trackbacks erhalten und/oder senden), das machen viele.
D.h. kein Problem der Software, wie Matthias meint, sondern individuelle Entscheidungen der Blogbetreiber.
Grüsse aus Zürich
Roger