Reisst die Berliner Mauer(n) ein – Wettbewerb um die schönsten Berliner Innenhof-Fotos

So sieht ein Altbau-Innenhof in Berlin-Neukölln aus – wenig Grün, die Mülltonnen stehen herum, für die Fahrräder ist kaum Platz, alter Sperrmüll liegt herum. Das schlimmste aber ist, dass eine alte, heruntergekommene Mauer den Innenhof in zwei unschöne Teile trennt.
Wie könnte ein schöner Innenhof aussehen? Vielleicht wenn man die Mauern abreisst, eine gemeinsame Grünfläche schafft, ein Unterstellhäuschen für die Fahrräder baut und die Mülltonnen in eine nicht einsehbare Ecke verbannt?
Oder vielleicht auch so? Liebe Berliner, ihr wohnt doch bestimmt in schönen Innenhöfen – fotografiert sie und bitte sendet sie doch bitte an info ät karsten-wenzlaff.de.

Die schönsten Innenhofe möchte ich gern mir angucken und Bilder davon ins Blog stellen. Der schönste Innenhof gewinnt dann einen 10 Euro Amazon-Gutschein, zum Beispiel um sich das Buch “Small Urban Gardens” zu kaufen. Oder 10 Euro für einen beliebigen anderen Zweck könnt Ihr auch haben.
Update: Einsendeschluss ist der 30. April 2007.
Update2: Bisher noch keine Einsendungen. Reto lädt dafür zum Blogkarneval Urbane Gärten ein.
März 11th, 2007 at 20:01
Das wilde Gartenblog mitten in Berlin – bewundernswert!
März 12th, 2007 at 11:56
Wann ist denn Einsendeschluss? So richtig schön sind die Hinterhöfe ja erst mit einem bisschen grün …
März 12th, 2007 at 13:16
Hmm, vielleicht Ende April?
März 12th, 2007 at 17:14
[...] Foto contest [...]
März 12th, 2007 at 23:06
Angeblich war das Blog heute auf MotorFM. Hat es noch jemand gehört. Danke an Michel für den Tipp.
März 13th, 2007 at 19:53
Ich habe eine kleine Panorama-Hof-Sammlung unter
http://www.kubische-panoramen.de/index.php?id_id=302
Du kannst ja mal schauen, ob Dir was davon gefällt.
Malum
März 14th, 2007 at 13:12
[...] vom Haupstadtblog hatte meinen Hinterhof-Artikel [...]
April 2nd, 2007 at 23:52
Klasse Idee! Wie ist eigentlich die Resonanz auf deine Aktion?
@Malum
Da sind ein paar echt sehenswerte Berliner Höfe dabei. Besonders gut finde ich die Münzstr. und den Fraenkleufer. Aber am besten ist die Panoramaansicht. Da kommt richtig Atmosphäre bei rüber. Respekt!
April 5th, 2007 at 23:43
Leider gab es keine richtige Reaktion – hab leider keine Fotos erhalten. Vielleicht sind die Berliner ja zu beschämt?
Mai 2nd, 2007 at 13:45
tja, da hab ich wohl ein bisschen getrödelt. nunja, dann mach ich eben auch beim blogkarneval mit
Juni 28th, 2007 at 11:10
[...] Idee entstand in weiten Teilen als Follow-Up zu einem Blog-Artikel, den ich im Frühjahr schrieb. Dort hatte ich aufgerufen, mir Fotos von Berliner Hinterhöfen zu [...]
Februar 10th, 2008 at 22:32
Hi,
ich bin beim Recherchieren auf diesen Blog gestoßen,
ich studiere Grafikdesign in Wiesbaden und werde als “Hinterhof-Begeisterter” ein Diplom über “Hinterhöfe” machen. Dazu bin ich natürlich für jede Anregung und jeden Link dankbar, hat sich etwas aus der Aktion ergeben, oder gibt es mehr eingesendete Bilder?
Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen,
bis dahin, grüße aus Wiesbaden
Februar 10th, 2008 at 22:33
Hi,
ich bin beim Recherchieren auf diesen Blog gestoßen,
ich studiere Grafikdesign in Wiesbaden und werde als “Hinterhof-Begeisterter” ein Diplom über “Hinterhöfe” machen. Dazu bin ich natürlich für jede Anregung und jeden Link dankbar, hat sich etwas aus der Aktion ergeben, oder gibt es mehr eingesendete Bilder?
Februar 10th, 2008 at 22:34
Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen,
bis dahin, grüße aus Wiesbaden
Februar 13th, 2008 at 03:54
Ich muß öfter die Kommentare checken.
Juli 20th, 2008 at 13:22
Wer hat denn nun eigtl. gewonnen und was ist aus eurem Innenhof geworden? Vielleicht sollte einfach sich jeder um seinen eigenen Hof kümmern, dann wird es was.
Juli 20th, 2008 at 13:56
Leider gab es keine Zusendungen von Fotos.
Dezember 28th, 2008 at 04:30
Einfriedung ist Technik zur Kriegsvermeidung, zur Hemmung gegen Übergriffe und Diebstahl.
Wie eine abgebildete Mauer mit Pfeilern und Bogenkrone mit Ziegeldach nicht als Wert und nicht gar als Skulptur gesehen werden kann, verstehe ich nicht.
Als ich mal eine Mauer abriss, war es eine standunsichere. Und ein Zaun auch wurde entfernt; so wurden tatsächlich zwei Grundstücke funktionell zusammengeführt – ein KWV-Grundstück mit einem privaten – mit Zustimmung beider Rechtsparteien und Bewohner (19 Mietparteien und drei private Besitzer) gab es einen neuen, nun weit von den Wohnfenstern entfernten Containerstandplatz. Dem ging geeignetes Sprechen voraus und Eigenleistungsbereitschaft. Gekostet hat es kein Geld und eben nur Freizeit-Erholungsarbeit. Der Lohn: partizipativ ALLEN Nießbrauch auf den zum Gesamtgrundstück noch heute zaunlos vereinten Anwesen – 1978 bis 2008 hat das gehalten, obwohl ich seit 1985 von dieser meiner ersten Adlershofer Wohnadresse weg bin.
Herrman Grub in München machte Anfang der 80iger mal ´ne Ausstellung “Stadt Park – Park Stadt” in dem Ostberliner Fernsehturmzentrum; der Katalog davon zeigt ´ne Menge logische Vorhaben und Konsequenzen. Jedoch nicht Abreißen um jeden Preis.
Es bedarf der Respektierung des überwiegenden Teils der Bewohner. Dies rät auch die Studie Zur Begrünung städtischer Wohnbauten, welche 1980 in Hannover erschien und an der Bauakademie der DDR als ein wichtiges wissenschaftliches Werk gehalten wurde.
Wir wollen keine Kunst, sagt der Bauhausmeister Mart Stam, wir wollen daß alles funktioniert.
Hierzu gehört noch auch das Parken leichter Fahrzeuge in diebstahlhemmender Umgebung und in Wetterschutz. So statt Abriß kann Überdachung zu empfehlen sein und überhaupt Überdachtheit. Diese kommt eher von Leuten, welche etwas ins Werk setzen können und zu handwerklicher Eigenleistung Fertigkeiten haben und ästhetizistisch Gequake nicht einfach zur Zerstörungsanimation entäußern. Vielleicht statt total Abreißen gäbe ja eine Passage, ein Tor den berechtigten Personengruppen vielfältigere Nutzenvielfalt zumal mit der Mauer als Dachträger im Eckenbereich.
Mär von Park und Grün nach Art und Motiv um Adelshausumgebung hat auf das Bürgertum übergegriffen und schnell auch auf angesteckt proletkunstbeliebig eifernde Leute. Fürst Pückler gilt der Bande von Landschaftsbildgestaltern und Gartenkunstfirmenfreunden als ein Nestor wie vielleicht zu Recht noch die Semiramis. Dieser Pückler indes ließ billig-dienstverpflichtete Landarbeiter auspressen für seinen Gestalterruhmanspruch auf Nachahmung englischer Gartenweiten hierzulande in Muskau und im Branitzer Park und Konkurswirtschaft sein Ergebnis. Wie heute in stärkst überschuldeten Städten – Lernen aus Fehlern verblichener Wohltäter ist heutigen Verwaltern und kleinen StadtverwaltungsfürstInnen und profitierenden Unternehmern nicht gegeben. Weil mit dem Gegenteil von Vernunft noch viel mehr Umsatz und so eben mehr Gewinn zu generieren ist. Arbeit macht frei diese besondere Note deutschen Kulturhandelns.
Mit freundlichem Gruß im Dezember 2008 Acht!