Wie sich StudiVZ die Schüler kaufen will (und dabei schon jetzt alle Fehler macht, die möglich sind)

Nach außen oho, nach innen pfui!

Für 85 oder 100 Millionen Euro an Holtzbrinck verkauft, anderthalb Millionen Studenten-Profile, herumgereicht auf allen möglichen Web 2.0-Konferenzen als Start-Ups des Jahres: die Jungs von StudiVZ fühlen sich bestimmt als Sieger auf der ganzen Strecke. Die paar Probleme des letzten Jahres sind ignoriert oder überwunden worden, außer ein paar bösen Bloggern und einigen dummen Medienartikeln gibt es an ihrer Erfolgsstory nicht viel zu meckern, oder? Zeit sich ein neues Betätigungsfeld auszusuchen. jetzt sind die Schüler an der Reihe.

Wenn man aber hinter die Kulissen guckt, dann sieht man, dass die Startbedingungen für so ein Projekt gar nicht so rosig sind. Die realen Wachstumsperspektiven sind leider gar nicht mehr so schön wie die Zahlen, die in den Präsentationen für Holtzbrinck Mitte Dezember vorgetragen wurden. Und auch dass Ehssan Dariani vor lauter pfauenhafter Eitelkeit alle Anfängerfehler des Verhandelns begeht und eine interne Information nach der nächsten rausrückt, könnte das Projekt gleich von Anfang an gefährden, wenn nicht gar die neuen Besitzer von StudiVZ etwas stören.

Die fehlende Kommunikation mit ihren eigenen Mitgliedern und Nutzern der Plattform ist ein kleines Problem, aber ein zu vernachlässigendes, weil ein Großteil der Studis sich darum nicht recht schert. Schwerwiegender ist es, dass die Kluft zwischen Management und Team immer größer wird und zunehmend auch die Campus Captains rebellieren, weil sie von den StudiVZ-Leuten bezüglich der Verkaufsvserhandlungen hinters Licht geführt worden sind.

Das wäre alles gar nicht so schlimm, wenn die StudiVZ-Leute wenigstens eigenen Sachverstand hätten, wenn es darum geht, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln oder neue Zielgruppen zu erschliessen. Stattdessen sind sie aber schlichtweg zu unerfahren, um zu verstehen, dass die Schüler nicht auf die gleiche Weise ins SchülerVZ reinzuholen sind wie die Studenten. Weder eine richtige Marktanalyse haben sie gemacht, noch wissen sie, wer die Konkurrenten sind, noch wissen sie, wie man an die Schüler rankommt.

Aber der Reihe nach: um die Story richtig zu erzählen, müssen erstmal ein paar grundlegende Dinge offen gelegt werden.

Was wurde wirklich bezahlt?

Durch die Presse geisterte etwas von 85 Millionen Euro als Verkaufspreis von StudiVZ an Holtzbrinck. Sind Ehssan und Co jetzt Multimillionäre? Eher nicht. Tatsächlich ausgezahlt von Holtzbrinck wurde wahrscheinlich irgendetwas zwischen 12 und 20 Millionen. Das Geld mußte aber unter allen Anteilseignern (außer Holtzbrinck selber) ausgezahlt werden. das heißt die drei Gründer haben etwas mehr als die Hälfte der oben genannten Summe erhalten, aber zusammen.

Wie kommt man nun auf 85 Millionen Euro? Holtzbrinck selbst hat sich natürlich auch als Anteilseigner, der schon ca. 2 Millionen Euro investiert hat und dafür irgendetwas zwischen 15 und 30 Prozent Anteile erhielt, ausgezahlt. Somit konnte sich die entsprechende Venture-Capital-Abteilung den Gewinn als Buchwert gutschreiben, reales Geld wurde damit noch nicht verdient. Aber auch diese “Scheinbuchung” ist in den 85 Millionen enthalten.

Ein Teil des Geldes wurde für Re-Investitionen ins Unternehmen und für den laufenden Betrieb eingeplant. StudiVZ hat angeblich schon im Oktober pro Monat ca. 100.000 Euro verschlungen und wird sicherlich nicht preiswerter sein, obwohl angeblich die Spitzengehälter bei 2600 Euro liegen würden. Aber auch dieses für die Investitionen zurückgehaltene Geld ist nicht im Lohnsäckel von Ehssan und Co gelandet.

Das restliche Geld gab es nur als Versprechen von Holtzbrinck, also nur gegen vorher festgelegte und in ca. 12-15 Monaten zu erreichende Erfolgszahlen. Dabei ging es um drei Punkte Wachstumszahlen bei StudiVZ, Wachstumszahlen im SchülerVerzeichnis, Wachstumszahlen im Ausland.

StudiVZ stagniert in Deutschland und kommt in Europa nicht in Schwung

Die StudiVZ-Wachstumszahlen wurden wahrscheinlich konservativ prognostoziert. Auch Ehssan weiß, dass der Markt in Deutschland relativ gesättigt ist. Seit dem Herbst 2006 dümpelt StudiVZ bei etwas mehr als einer Million User rum. Nur ca. 10 Prozent der Nutzer sind aktiv, eventuell sogar noch weit weniger. Die scheinbar angestrebten 2 Millionen Profile im deutschsprachigen Raum sind ziemlich unrealistisch, maximal sind vielleicht noch 1,5 Millionen drin, wenn Mitkonkurrenten aufgekauft werden.

Die größte Schwachstelle, die Technik, wurde weitestgehend überarbeitet, Serverlasten verteilt und weniger datenbank-intensive Verfahren implementiert. Erst dadurch war es möglich, die Super-Suche und die “Kennst Du schon?”-Funktion wieder reinzunehmen. Der für die Technik zuständige Dennis Bemman, aus dem Trio wahrscheinlich derjenige, der am ehesten die Schwachstellen in seinem Bereich kennt, hat diese Schwachstellen konsequent angegangen. Er legte so den Grundstein , dass eine Expansion von StudiVZ technisch machbar ist. Sicher ist dass System dadurch noch immer nicht vollständig sicher, zumal die meisten Daten entweder schon abgeflossen sind oder zumindest mehrmals ausgelesen worden sind. Es ist im Grunde genommen eher Glück als Verstand, dass diese Daten noch nicht frei zugänglich im Internet wieder aufgetaucht sind. Aber zumindest in Bezug auf Skalierbarkeit sollte StudiVZ keine Probleme haben.

Die technischen Veränderungen haben auch dazu geführt, dass für die europäische Expansion erstmal genug Wissen vorhanden ist, um einen eventuellen Ansturm von europäischen Studenten zu verkraften. Genug Potential wäre ja da, man denke nur an die Millionen von Erasmus-Studenten pro Jahr. Aber wie erklären sich dann die schleichenden Anmeldezahlen in den französischen, italienischen, spanischen und polnischen StudiVZ-Klonen? Die damit befassten Mitarbeiter scheinen relativ wenig zu tun zu haben, lediglich ein paar tausend Anmeldungen pro Tag verzeichnen die Netzwerke, trotz Marketing-Kampagnen in größerem Umfang. Liegt es vielleicht daran, dass es für Osteuropäer attraktiver ist, sich direkt bei Facebook einzutragen? Oder Franzosen, Italiener und Spanier auf die uncoolen Deutschen und deren unsaubere Methoden pfeiffen? Wer weiß, aber eins ist sicher: ohne ein paar pfiffige Ideen wird sicherlich nicht das gleiche Wachstum wie bei StudiVZ zu erwarten sein.

Null Ahnung von Schülern

Bei den angepeilten Erfolgszahlen bei Schülern wurde allerdings am meisten geflunkert, als man Holtzbrinck versuchte, für die Übernahme zu begeistern. 1 Million Schüler will man im nächsten Jahr mit einer auf StudiVZ-basierenden Plattform SchülerVZ erreichen, erzählt Ehssan in Gesprächen mit Partnern. Ursprünglich war die Idee, einfach an alle StudiVZ User eine Email zu schreiben und sie bitten, ihre kleinen Geschwister in SchülerVZ reinzunehmen. Ob das funktionieren wird, ist mehr als ungewiss. Aber eine gute Marktanalyse hätte sicherlich helfen können, die Chancen für das Projekt richtig einzuordnen.

Klar gibt es in Deutschland auf dem Papier ca. 10 Millionen Schüler und ca. zehntausend Schulen. Aber leider nur ein Bruchteil davon sind Schüler in den interessanten Altersgruppen ab 15 Jahren. Wer glaubt, dass man nur alle Schüler in ein Verzeichnis holen müsste, irrt sich. Was jeder Anfänger im Schulmarketing weiß und wie mir zum Beispiel Häfft-Gründer Stefan Klingberg versichert hat, sind die Geschmäcker von Erstklässlern, Mittelstüflern und Oberstufenschülern sehr verschieden. Netzwerke basieren auf Gemeinsamkeiten, aber Oberstufenschüler werden sich vielleicht nicht das Netzwerk suchen, indem auch die nervigen kleinen Geschwister drin sind.

Außerdem sind die Schulen viel weniger vernetzt als die Universitäten. Der Austausch zwischen den Schulen findet frühestens in der Oberstufen richtig statt und dann ist das Bedürfnis nach der Zuordnung von Gesicht und Name (von der ja StudiVZ eigentlich zehrt) überhaupt nicht so stark, weil die Klassen an Schulen eh relativ kleine Gemeinschaften sind. Im Grunde genommen besteht die einzige Möglichkeit an die Schulen ranzukommen, indem man die Multiplikatoren an der Schule identifiziert, diese gezielt konktaktiert und gute Features anbietet. Daran haben sich schon mehr als genug Marketing-Leute die grauen Haare ausgerissen – aber wer keinen Draht zur Zielgruppe hat, wird es auch für SchülerVZ nicht reißen können. (Wie Ehssan versucht, zwei junge Damen im Schüleralter in der U-Bahn anzubaggern, spricht wohl für das Kontaktgebahren der StudiVZ-Clique).

Mal abgesehen davon, dass es schwer ist an die Schulen ranzukommen, gibt es bei Schülern aber noch ein weiteres Problem: die meisten Nutzer eines Schülernetzwerks sind nun mal Minderjährige. Das bedeutet, dass die schon bei StudiVZ aufgetretenen Probleme mit rechten Agitatoren, Pädophilen und Stalkern bei Kindern und Jugendliche eine ganz neue Relevanz erfahren.

Die wenigsten Nutzer (weder bei StudiVZ noch beim Schülerverzeichnis) können überhaupt überblicken, welche Möglichkeiten der Spionage sie fremden Menschen durch das Erstellen eines Profils bieten. Und schon bei StudiVZ hat die Information über die eigene Datensicherheit und der Support bzgl. das Löschen unflätiger Gruppen überhaupt nicht funktioniert. Wenn aber erst die ersten rassistischen Netzwerke sich breit machen oder Minderjährige angepöbelt werden, hat das ganze sehr schnell auch strafrechtliche Relevanz. (Wer weiß ob es im Knast auch ein KnackiVZ gibt?)

Darüber hat sich die StudiVZ-Gang keine Gedanken gemacht, sondern man geht dieses Projekt an wie eine Kuh beim Grasen – immer den nächsten Halm abknipsen und dabei ab und zu in den selbst gelegten Fladen treten. Dabei wissen sie noch nicht mal wirklich, wer auf dem Markt schon da ist. Aber gut, ich erzähle es Euch und all den anderen Konkurrenten da draussen, dann ist nämlich das Insiderwissen der eingekauften Marionetten nichts mehr wert.

Die Konkurrenten

Zur Zeit gibt es drei bis vier ernstzunehmende Konkurrenten. Als erstes wäre da mal www.schuelerprofile.de, vor der gleichen zwielichtigen Firma wwie www.unister.de . Eine rein auf Profit ausgerichtete Firma, die mit Schülern oder Studenten eigentlich nichts am Hut hat, dafür aber mit einem Marketing-Etat von ca. 20.000 Euro monatlich (so hört man) und via Google Ads und Give-Aways versucht, die Schüler einzukaufen. Schuelerprofile.de wächst täglich im oberen dreistelligen Bereich.

Aber auch die anderen Konkurrenten sind davon nicht weit entfernt. www.schueler.cc wird von vier Studenten aus Süddeutschland gemacht, die mit Ihrer Lotum GmbH schon andere erfolgreiche Communities aufgezogen haben und Anfang Januar an den Start gingen. Durch die Verknüpfung mit der PlanetPopStars-Community und ihrer Seite www.stimmenplanet.de konnten auch relativ schnell viele User gewonnen werden.

Der dritte im Bunde ist www.schuelerrg.de, zwar als erstes am Start dafür aber mit der noch kleisten Community, die viel im Rhein-Main-Gebiet angesiedelt ist. SchuelerRG wird von drei Studenten aus Hochheim bei Mainz betrieben, die sich unter dem Dach der Grollmus Gmbh zusammengefunden haben. SchülerRG hat wohl als Ideengeber für viele der Funktionen auf Schülerprofile.de und auch auf Schüler.CC gedient.

Der vierte Konkurrent ist das Aktiven-Netz, die derzeit von der Agentur Schalk& Friends für den Häfft-Verlag umgesetzt wird. Durch die Finanzierung des Häfft-Verlags sollen die Communities der Jugendpresse Deutschland, der Servicestellen Jugendbeteiligung und des SV-Bildungswerk zusammen wachsen und sich vor allem an die ehrenamtlich aktiven Jugendlichen richten.

Wer macht das Rennen?

Was spricht für die einzelnen Netzwerke: Für StudiVZ spricht lediglich das Geld im Hintergrund, angeblich will StudiVZ 1 Million Euro in das SchülerVZ stecken. Natürlich kann man mit einer Million viel machen, aber die Erfahrung lehrt uns, dass es nicht nur darauf ankommt.

Sowohl SchülerRG als auch SchülerCC eint (nach meinem Stand der Dinge) die Abneigung gegen StudiVZ. Beide hätten das Potenzial, schnell zu wachsen, aber beide haben auch nicht den Druck, dies sofort zu tun. Man sollte nicht unterschätzen, wie hilfreich es ist, schon eine SchülerCommunity aufgebaut zu haben, da das Wachstum bei allen Communities relativ langsam sein wird.

Wenn das Aktiven-Netz bald startet, könnte es eine der einflußreichsten Netzwerke in Deutschland werden, zumal auch dort keine Eile notwendig ist, weil der Fokus des Aktiven-Netzes ein vollkommen anderer ist.

Ich glaube, der Gewinner muss drei Dinge zusammen bringen: Authentizität, Funktionalität und Image. StudiVZ hat sein Image verspielt und wird sich noch wundern, wie schwer es sein wird, wenn die Schulleitungen anfangen, sich über die Aktivitäten von Ehssan und Co zu informieren. Bei Funktionalität liegen Schueler.CC und SchuelerRG.de vorne, beide haben bestimmte Tools, die sie sehr innovativ machen, entwickelt und sie haben die Bereitschaft gezeigt, sich weiterzuentwickeln und auf Ihre Nutzer zu hören (all das lässt StudiVZ sehr vermissen). Bei der Authentizität liegt das Aktiven-Netz vorne, weil es die vier Akteure vereint, die im Schülerbereich am meisten bewegen können und die sich durch jahrelange Arbeit eine gewisse Reputation erarbeitet haben. Häfft zum Beispiel wird an zahlreichen Schulen mit Billigung der Schulleitung direkt verkauft.

Der Alptraum von StudiVZ wäre es sicherilch, wenn diese vier sich zusammenschliessen würden, einen gemeinsamen Investor suchen würden und gemeinsam Werbung machen würden.

Stümperhafte Verhandlungsführung

Die StudiVZ-Leute haben mit ihren Prognosen für das Schüler-Geschäft nochmal eine Bewährungsfrist von Holtzbrinck bekommen. Ehssan verhandelt aber in dieser Sache mehr als stümperhaft, wenn gleich auch mit kurzfristigem Erfolg. Konkret hat er den Häfft-Verlag, den YAEZ-Verlag, SchülerRG und Schueler.CC kontaktiert. Mit Praktika hat er versucht, die Leute zur Mitarbeit zu ködern. Weil dies nicht funktionierte, verhandelte er danach mit Christian Beilborn (Jugendpresse Deutschland) und Oliver Skopec (ehemals Landesschülerbeirat BaWü, Teil des Teams um den YAEZ-Verlag).

In diesen Verhandlungen (von denen ich natürlich nur über Umwege erfahren habe, weil ich selber nie dabei war) war Ehssan sichtlich nervös. Er kannte weder den Markt noch seine Konkurrenten, hatte keine Ahnung von Schülermarketing und wußte nicht, dass sich alle Beteiligten schon längst abgesprochen hatten. Er versuchte die einzelnen Teams auseinander zu dividieren, machte persönlichen Druck und organisierte mit seinen Kumpanen Dennis Bemman und Michael Brehme nächtliche Telefonattacken. Seine Taktik erinnert stark an seine unbeholfenen Versuche, mit Don Alphonso in Verbindung zu kommen, um dessen herbstliche Attacken abzuwehren.

In diesen Gesprächen zeigte sich auch sein besonderes Verhältnis zu den Medien. Journalisten wären ja eh nur Stümper und hätten keine Ahnung, meint er in Gesprächen zum Schülernetz. Er hätte die Medien jetzt voll im Griff und die paar Blogger sind nicht wirklich wichtig. Auch zu meiner Person machte er Anmerkungen. Mal erzählte er rum, dass er mich absolut lächerlich finden würde und ich ständig falsch liegen würde, mal erzählte er rum, dass er mit mir schon in Verhandlung sei. Zu keiner Zeit war aber ein persönlicher Kontakt zu Ehssan Dariani in den letzten zwei Monaten gegeben und ich hab mit ihm auch nie verhandelt – und hab das auch nicht vor.

Das Kalkül der Gegenseite

Wie kam es aber zu der Absprache der anderen? Die Gruppe der Leute, die eine SchülerCommunity in Deutschland aufziehen könnten, ist relativ klein und umfasst vielleicht insgesamt ca. 30 Personen umfasst. Die Beteiligten kennen sich, weil sie schon in diversen Projekten miteinander gearbeitet haben. Gespräche, bei denen man sich austauschte, gab es jederzeit und bis zuletzt haben alle, mit denen Ehssan verhandelt hat, zu jeder Zeit alle internen Infos aus den Verhandlungen mit StudiVZ weitergegeben. Alle von StudiVZ Angesprochenen haben sich über die Inkompetenz der StudiVZ-Leute und insbesondere über Ehssan lustig gemacht.

Folgende Strategie schälte sich schnell heraus: alle Beteiligten wollten eine gemeinsame große Schülerplattform aufbauen, am liebsten als gemeinsames Projekt von SchülerRG, Schüler.CC und AKtiven-Netz. Die Gruppe rund um YAEZ.de und einige Aktive aus der Politikfabrik sollte eine Kampagne leiten. Christian Beilborn und ich tauschten alle Informationen, die wir erhalten haben aus und versorgten alle Konkurrenten untereinander mit diesen Informationen. Ziel war es, StudiVZ hinzuhalten, die Verhandlungen hinauszuzögern und dafür zu sorgen, dass StudiVZ möglichst lange braucht, bevor sie loslegen können.

Christian Beilborn hat durch seine Funktion als Vorstandssprecher der Jugendpresse die Möglichkeit gehabt, die verschiedenen Beteiligten diskret zu kontaktieren. Er hat allerdings, das muss man ihm zu gute halten, nie im Namen der Jugendpresse gesprochen. Allerdings war es ein Fehler, dass wir nicht die Organe der Jugendpresse voll eingebunden haben.

Erst auf der Grundlage der gemeinsamen Informationen war es aber möglich, das notwendige Vertrauen zu schaffen, dass alle Beteiligten Einblick in ihre internen Systeme bzw. ihre Stärken und Schwächen zu bekommen. Alles änderte sich vor ca. einer Woche.

Christian Beilborn verhandelte mit StudiVZ in seiner Rolle als der zentrale Informationssammler. Die Studi-VZ Leute machte aber klar, dass sie nur mit einer kleinen Gruppe und nicht mit allen Beteiligten verhandeln würden. Es gab einige Leute, die sie auf keinen Fall mit im Boot haben wollten, ich gehörte dazu. Daraufhin bot er StudiVZ an, alleine als Manager des SchülerVZ einzusteigen, obwohl er dies vorher noch mehrmals ausgeschlossen hatte. Die Idee eines gemeinsamen Projekts war damit gestorben und Christian Beilborn begann, Verhandlungen mit StudiVZ zu führen.

Sicherlich war es ein Fehler von mir, dass ich nicht schon früher ganz klar artikuliert hatte, dass es keine Option der Zusammenarbeit mit StudiVZ gibt. Unabhängig bleiben und erst nachdem die Plattform aufgebaut wurde, über Kooperationen nachzudenken, war die Strategie. Dann aber auch auf Augenhöhe verhandeln – mit wem auch immer.
In diesem Punkt ging die Strategie der StudiVZ-Leute voll auf. Dadurch, dass sie Christian Beilborn genug Geld boten, war das gemeinsame Projekt fast aus dem Rennen. Die Konditionen der Mitarbeit von Christian Beilborn sind mehreren Quellen nach zu Urteilen ca. 2600 Euro pro Monat plus eine Erfolgsbeteiligung von 20 Cent pro Profil. Jedes Schülerprofil, jedes Set an Nutzerdaten ist StudiVZ also 20 Cent wert.

Ob Oliver SKopjec vom YAEZ-Verlag, der bei diesen Verhandlungen am Schluss dabei war, ebenfalls zugesagt hat, kann ich nicht beurteilen. Ebensowenig, ob die YAEZ-Leute oder die SchülerCC Leute Vereinbarungen getroffen habe. Für die SchülerRG kann ich relativ sicher ausschließen, dass es Vereinbarungen mit StudiVZ gab.

Christian Beilborn hatte auch mit Christoph Fahle, einer der Macher der Wahlgang, gesprochen und ihn bei StudiVZ ins Gespräch gebracht, um eine Kampagne für Schüler zu machen. Aber auch Christoph Fahle schätzt den Erfolg einer solchen Kampagne als sehr fragwürdig ein, weil man nicht die wichigsten Partner vorab verprellen könnte.

Warum jetzt erst die Öffentlichkeit?

Sicherlich war es auch ein Fehler, das ganze nicht früher in diesem Blog zu kommunizieren. Solange aber noch ein die Möglichkeit bestand, eine Schülerplattform mit allen Beteiligten zu machen, war es aber zu früh für Veröffentlichungen dieser Art.

Man hätte schon früher in die Öffentlichkeit gehen müssen, nämlich als das ursprüngliche Ziel, eine von StudiVZ unabhängige Plattform für Schüler zu machen, unerreichbar wurde, weil einzelne sehr wichtige Akteure sich in ein Angestelltenverhältnis bei StudiVZ begeben wollten.

An dieser Stelle hätte man eigentlich ganz sauber die verschiedenen Projekte trennen müssen, man hätte die Verhandlungen transparent führen müssen und alle Beteiligten über den neuen Stand der Dinge informieren müssen.

Die Trennung zwischen Jugendpresse-Mandat und Kontaktaufnahme mit StudiVZ ist aber bei Christian Beilborn nicht immer klar gewesen, obwohl man ihm erstens zu Gute halten muss, dass die Entwicklungen sich teilweise so überschlugen, dass es kaum möglich war, Struktur in die Verhandlungen zu bringen.

Er hat nach meinem Wissensstand auch zu keiner Zeit im Namen der Jugendpresse gesprochen, sondern immer nur seine bisherige Arbeit genannt. Christian Beilborn hat aber die internen Informationen von SchülerRG erhalten und es wäre möglich, wenn auch nicht zwingend wahrscheinlich, dass er diese StudiVZ zur Verfügung stellt.

Dass StudiVZ mit allen Mitteln versuchen würde, sich ihr Team zusammenstellen war klar, dass einige Leute sich aus einem gemeinsamen Projekt rauskaufen lassen würden, war nicht gar klar. Diese Entwicklung zeigt, wie korrumpierend die Aussicht auf das große Geld sein kann, ein Mechanismus, der schon bei StudiVZ schon selber gewirkt hat.

Wie will studivz eigentlich Geld verdienen?

Eine Frage, die sich am Schluss noch stellt: wie will StudiVZ eigentlich Geld verdienen, sowohl mit den Profilen der Schüler als auch der Studenten? Ein Verkauf der Profildaten kommt so ohne weiteres nicht in Frage, denn einerseits verhindern dies die deutschen Datenschutzbestimmungen, andererseits muss auch ein Käufer von Daten einen solchen Kauf refinanzieren.

Nach den Auskünften von StudiVZ-Coporate Communicator Julian Artopi soll sich StudiVZ in erster Linie durch Werbung in den jeweiligen Gruppen finanzieren. Das ganze wird anscheinend zur Zeit getestet, ob das klappt ist, noch unklar. Don Alphonso hatte die Vermutung, dass über Micro-Targeting, also der direkten, profil-basierten Ansprache von einzelnen Nutzern, das Geld wieder herein kommen soll. Näheres weiß man nicht.

Es ist aber auch nicht notwendig, dass zu wissen. So lange verschiedene Investoren “geil” auf Communities sind und alles dazu beitragen, dass die Web 2.0-Blase sich weiter ausdehnt, müssen solche Geschäftsmodelle sich nicht tragen. Im Grunde genommen ist StudiVZ ein riesiges Pyramidenspiel, deren Basis die Nutzerdaten sind und die lediglich auf der Hoffnung aufbauen, dass sich die sozialen Netzwerke irgendwann rentieren. Angeblich sind sowohl der Axel-Springer-Verlag als auch andere Investoren scharf auf solche Netzwerke. Wenn sie diesen Artikel gelesen haben, können Sie ihre Investorenentscheidung vielleicht besser abwägen.

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113 Responses to “Wie sich StudiVZ die Schüler kaufen will (und dabei schon jetzt alle Fehler macht, die möglich sind)”

  1. JPD-Insider Says:

    Christian Beilborn tritt aus Vorstand zurück

    Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen verlautbarte, tritt er aufgrund seiner Verwicklungen mit sofortiger Wirkungen von allen Jugendpresse-Ämtern zurück. Nähere Infos vielleicht bald an dieser Stelle.

  2. Björn Says:

    verstehen tue ich die studivz-Leute wirklich nicht, erst schaffen sie eine der besten negativ-campaining-aktionen der letzten jahre im web-bereich und nun kaufen sie auch noch unzureichend ein

    ein manager für schuelervz muss zumindestens technische erfahrungen mitbringen, muss visionär denken können und zudem verschiedene interessen managen, da dürfte christian allein leider der falsche sein – schade ich dachte sie hätten aus ihren fehlern gelernt, aber vielleicht schaffen sie es noch ein paar freaks zu engagieren, das wäre für die momentanen möglichkeiten absolut wünschenswert

  3. JPD-Insider Says:

    ***weitergeleitet***

    Liebe Aktive der Jugendpresse,

    weil ich plane, nächste Woche einen zeitlich und organisatorisch sehr
    fordernden Job anzutreten, habe ich mich heute zu einem Schritt
    entschlossen, der mir nicht leicht fällt: ich trete hiermit von meinem Amt
    als Vorstandssprecher und Bundesvorstand der Jugendpresse Deutschland
    zurück.

    Leider kommt dieser Schritt jetzt sehr plötzlich. Auch bei mir hat sich
    diese Entwicklung erst kurzfristig abgezeichnet. Trotzdem tut es mir sehr
    Leid, jetzt so schnell aus der Jugendpresse-Arbeit auzusteigen.

    Meine neue Tätigkeit bei der Online-Community studiVZ verträgt sich nicht
    mit einem gleichzeitigen Engagement im Bundesvorstand der JPD – sowohl
    zeitlich als auch organisatorisch nicht. Eine klare Trennung von privater
    (beruflicher) Tätigkeit auf der einen und ehrenamtlichen Engagement auf der
    anderen Seite ist aber sehr wichtig.

    In der nächsten Zeit werde ich noch gerne in allen Bereichen unterstützen,
    in denen ich gebraucht werde. Alle Projekte und Ansprechpartner sollen gut
    und ordentlich übergeben werden. Es ist mir wichtig, die vielen persönlichen
    Kontakte und Freundschaften nicht mit meinem Engagement bei der Jugendpresse
    enden zu lassen. Es hat mir wirklich unglaublich viel Spaß gemacht mit euch
    zusammen zu arbeiten und ich hoffe mit vielen von euch auch in Zukunft
    einiges zu erleben! Gleichzeitig will ich euch ganz herzlich Danke sagen:
    für eine intensive und prägende Zeit, für motivierende und begeisternde
    Gespräche, für all eure Unterstützung und guten Ratschläge und für die
    Möglichkeit, gemeinsame Wege zu gehen!

    Ich würde mich sehr freuen, mit vielen von euch in gutem Kontakt zu bleiben
    und hoffe wir sehen uns bald wieder!

    Herzliche Grüße,
    Christian

  4. Paul Prasser Says:

    Hallo Karsten,

    danke für die gute Arbeit. Wenn die informationen alle richtig sind und sauber recherchiert, hast du ganz schöne Arbeit geleistet.

    Gut zu wissen, was im Hintergrund alles so läuft.

    Viele Grüße aus Köln,

    Paul.

  5. kasi Says:

    Ich habe eben bestätigt bekommen, dass Christian Beilborn und Oliver Skopec zu den oben beschriebenen Konditionen schon am Mittwoch dieser Woche den Vertrag unterschrieben. Der Vertrag beginnt am Montag. Christian Beilborn hat heute, gestern und vorgestern noch gegenüber mir, seinen Vorstandskollegen und gegenüber allen, die ihn gefragt haben, klar gesagt, dass der Vertrag noch nicht ausgehandelt sei. Eine ganz klare Lüge.

    Oliver Skopec hatte wenigstens den Mut, schon am Mittwoch seinen Bekannten aus dem YAEZ-Verlag über alles zu berichten. Es gibt die Überlegung, dass SchülerVZ Anzeigen beim YAEZ-Verlag schalten wird, aber ich glaube, noch keine konkreteren Verhandlungen dazu.

  6. Jörg Says:

    Moin Karsten,

    ich schätze Deine umfassenden Veröffentlichungen.

    Lieben Gruß,
    Jörg

  7. Frager Says:

    Hi,
    “Seit dem Herbst 2006 dümpelt StudiVZ bei etwas mehr als einer Million User rum.” Naja, eine Millionen User würde ich nun nicht gerade als Dümpeln bezeichnen zumal es nun 1,5 Millionen sind. Auch wenn da viele Fakes dabei sind, die Werbung sehen die auch.
    “Nur ca. 10 Prozent der Nutzer sind aktiv, eventuell sogar noch weit weniger.” Woher hast du diese Zahlen? Wie kannst du das empirisch belegen?
    “Die scheinbar angestrebten 2 Millionen Profile im deutschsprachigen Raum sind ziemlich unrealistisch, maximal sind vielleicht noch 1,5 Millionen drin, wenn Mitkonkurrenten aufgekauft werden.”
    Wer hat von den StudiVZ Gründern oder Holtzbrink je von 2 Millionen gesprochen? Kannst du da Namen nennen?
    Mir fällt so ein bischen auf beim StudiVZ Bashing wenn es keine aktuellen Skandale gibt das man dann den Gründern/Holtzbrinck Sachen in den Mund legt die sie nie gesagt haben nur damit man dann darüber berichten kann das StudiVZ die eigenen Ziele nicht erreicht hat. Wie bei dir 2 Millionen User oder bei Herrn Mayer das die StudiVZ Gründer total enttäuscht sind weil der Verkaufspreis ja eigentlich viel viel höher gelegen hat. Damit konstruieren diejenigen die StudiVZ Bashing betreiben meiner Ansicht nach eine Fiktion.

  8. Alexander Trust Says:

    Ein wirklich unheimlich umfassender Artikel. Klasse Arbeit. Mich würde interessieren, ob du Lust hättest ihn auch an anderer Stelle zu veröffentlichen?

    Und außerdem möchte ich, sicherlich nicht ganz uneigennützig, eine sozial verträgliche Konkurrenz zum StudiVZ ins Licht rücken: Gotfriends.net. Die Macher werden im März damit an die große Glocke gehen. Ja, falscher Spruch, ich weiß. Davon ein Mal abgesehen, unterstütze ich dieses Projekt. Es möchte so bald als genug ehrenamtliche Kräfte gefunden sind, einen Verein gründen und es soll von der Struktur her eine Wikipedia der Social Networks werden. Keine Studis die sich verkaufen. Natürlich müssen sich die Leute finanzieren. Alles was aber darüber hinaus geht, soll gespendet werden, und die Community darf entscheiden wofür.

    Der Community-Gedanke soll überdies groß geschrieben werden. Zwar ist das Projekt nicht Open Source, aber Leute mit Ideen auch für Konzepte die um Beteiligung, um Forschung und Lehre gehen, uvm. sind gerne gesehen. Das Projekt soll zwar auch den Spaßfaktor bieten, den die unpolitische Masse im Moment im StudiVZ befriedigt sieht. Es möchte aber noch viel mehr Möglichkeiten bieten.

  9. kasi Says:

    @Alexander: Danke für den Kommentar, ich habe Gotfriends.net mal grob getestet und finde, dass es ein paar nette Ideen hat.

    @Frager: 1,5 Millionen werden von StudiVZ angegeben, aber die 1,5 Millionen-Marke ist noch längst nicht erreicht. Wenn man nicht wächst, stagniert man, weil das heißt, dass aus der Seite der Dampf raus ist. StudiVZ hat Holtzbrinck aber weiteres Wachstum versprochen.

    Dass nur ca. zehn Prozent aller User aktiv sind, d.h. sich jeden dritten oder vierten Tag melden, weiß ich von mehreren Communities. Diese Prozentzahl ist auch unabhängig von der Größe.

    Werden wir Unwahrheiten konstruiert, damit die dann dementiert werden? Hmm, wie glaubwürdig ist es, dass Ehssan Dariani ganz bescheiden gesagt hat: “Ja, ein bis zwei Millionen Euro reichen mir, ich bau mir jetzt ein Häuschen im Grünen und ziehe mich zurück, mir ist es lieb, wenn StudiVZ nicht weiter wächst.”? Da wurde im großen Stil auf die Kacke gehauen und Pläne entworfen, die keinen Bestand haben.

    Dass die Beteiligten bei StudiVZ viel mehr Geld erwartet haben und dann froh waren, wenigstens etwas zu bekommen, weiß ich aus mehreren Quellen.

  10. Alexander Trust Says:

    Der Björn, der den Laden schmeißt steckt derzeit in seinen Abschlussprüfungen, aber von der grundsätzlichen, sozial verträglichen Ausrichtung ein Mal abgesehen, sollen konstruktive Vorschläge – gerne auch initiativ – umgesetzt werden. Die Produktivität wird durch die Ideen der Nutzer enorm gesteigert werden können.

  11. Alexander Trust Says:

    Übrigens: Danke fürs Anmelden. :)

  12. Insider Says:

    Die oben gemachten Angaben, Zahlen und Gehaltsangebote kann ich aus bestem Wissen und Gewissen bestätigen! Es handelt sich dabei, um eine exakte Recherche bei allen Beteiligten und ein dicht gewebtes Netz an Informationsaustausch. Dieser Informationspool stand praktisch jedem offen, der mit StudiVZ Verhandlungen geführt hat.

  13. Insider 2 Says:

    Viele Sachverhalte in diesem Artikel sind falsch. Karsten Wenzlaff arbeitet stets mit zweiten Quellen, er hat mit keiner einzigen ersten Quelle gesprochen (Christian Beilborn ausgenommen, aber er weiß auch nicht alles). D.h. vieles ist tendenziell richtig was geschrieben worden ist, aber die meisten Zahl sind Unfug und einige Details (z.B. die der geplanten Konkurrenz-Community) sind einfach Vermutungen, die hier wie Tatsachen dargestellt werden. Nur soviel dazu: es gab nie konkrete Gespräche für eine Konkurrenz-Community. Es gab unter den Partner keinen direkten Kontakt und es gab kein einzigen Plan oder Willenserklärung. Einzig und allein wahr ist, dass das AktivenNetz bald starten wird. Mehr gibt es nicht.

  14. Wie sich StudiVZ die Schüler kaufen will… at chaos@paderborn Says:

    [...] (…) [...]

  15. Jan Frank Says:

    Der für die Technik zuständige Dennis Bemman, aus dem Trio wahrscheinlich derjenige, der am ehesten die Schwachstellen in seinem Bereich kennt

    Hihi, der war gut ,) Bemman war der Auslöser des Chaos, nicht der, der es in den Griff bekommen hat.

  16. Insider2 Says:

    Nur Vermutungen, keine Beweise. Wo sind die Quellenangaben? 10% stimmen gerade mal, der Rest der genannten Dinge ist Fiktion. Schön geschrieben, aber zuviel Zusammengereimtes. Ein Erfolg von SchuelerVZ steht in den Sternen, das geb ich zu. Dennoch gehört das hier alles mehr in den Bereich Bashing, sorry. Und der Bemmann IST einer derjenigen, der im Duden unter “kompetent” als Referenz genannt werden könnte. Laßt euch doch nicht immer in den Bereich der Dichtung herab. Ein bisschen mehr Recherche tut gut, sonst einfach mal die Klappe halten. Viele Worte sind nicht mit “recht haben” gleichzusetzen.

  17. Patrick Says:

    Wie ich die Tage mitbekommen habe,verschicken sich die Schüler schon alle Facebook Einladungen. Bin gespannt wie sich alles entwickeln wird, aber ich tendiere eher zu Facebook bei Schülern.

  18. Neues vom StudiVZ - SchülerVZ und andere Seltsamkeiten auf F!XMBR Says:

    [...] Read it – now. [...]

  19. Gerrit Says:

    Hey Karsten,

    ein wunderbarer Artikel, der zum einen sehr zum Nachdenken anregt, zum anderen einen auch herzhaft über einiges Lachen lässt. Wunderbare Arbeit! Und natürlich aus aktuellem Anlass äußerst interessant! Lese gerne mehr!

    Lieben Gruß,
    Gerrit

  20. Patrick Says:

    …”die meisten Nutzer eines Schülernetzwerks sind nun mal Minderjährige. Das bedeutet, dass die schon bei StudiVZ aufgetretenen Probleme mit rechten Agitatoren, Pädophilen und Stalkern bei Kindern und Jugendliche eine ganz neue Relevanz erfahren.”

    Bingo, ich würde eher ein AbiVZ vorziehen, aber für die geht es ja nur um hohe Mitgliederzahlen. Die von StudiVZ haben jetzt nunmal das Problem, dass sie derzeit keine homogenen Userkreis haben, also sprich nur Studenten oder Absolventen. Sonst hätten die einfach bei der Registrierung trennen können..

    Ich werde mir jetzt mal die anderen Communities anschaun, die im Artikel genannt wurden.

  21. Sven Says:

    Hallo. Bin Pädagoge, bei der GEW und habe bei dem Artikel gerade ziemlich die Ohren gespitzt. Ich hab die leidliche Diskussion um das StudiVZ (hauptsächlich) an der Blogbar verfolgt und bin dabei zu dem Schluß gekommen, dass die Studenten alt genug sind zu entscheiden wem sie sich und ihre Daten anvertrauen.
    Falls StudiVZ sich allerdings jetzt an die Schüler ranmacht und dabei die Schulen als Multiplikatoren einbinden sollte und sei es nur durch einen öffentlichen Aushang, dann würde ich mich über eine kurze Benachrichtigung sehr freuen.
    Die GEW ist zwar noch nicht gänzlich in der Thematik angekommen, aber das dürfte sich dann wohl ändern. Vielleicht besteht ja auch diesbezüglich Interesse den Artikel direkt an die E&W zu senden um auf die (wohl kommende) Problematik aufmerksam zu machen.

    Abschließend möchte ich noch ein großes Lob für den Artikel aussprechen. Sven

  22. logog Says:

    Gute Arbeit. Für den unbedarften Leser wäre es aber hilfreich, wenn du an dieser Stelle nochmal kurz erläuterst, wo du in dem ganzen Spiel stehst.

  23. Perspektive2010 Says:

    Ich stelle mir das Ganze mit einem Schüler-VZ recht schwierig vor, wenn es genauso aufgezogen und betrieben würde wie das StudiVZ. Denn einerseits müßte man den Jugendschutz beachten, andererseits ist die Möglichkeit zur Validierung des Schüler-Status noch schwieriger als die des Status als Student. Man stelle sich in einem SchülerVZ eine Stalking-Gruppe a la StudiVZ vor oder – noch schlimmer – Erwachsene, die sich dort als Schüler ausgeben, um ihren pädophilen Neigungen nachzugehen. Ohne schriftliche Einverständnis-Erklärung der Eltern oder einem ähnlichen Verfahren wäre so etwas viel zu riskant, denke ich. Außerdem ist es in der Tat so, dass Schüler meist recht “provinziell” veranlagt sind, also nicht unbedingt nach einer Vernetzung quer durchs Land streben. Auch ist die Beeinflussung durch die klassischen Medien – insbesondere TV – meines Erachtens noch zu groß, um mit Schülerprofilen Geld verdienen zu können. Gerade die Oberstufe ist aktuell auch sehr stark bei den Lokalisten eingetragen. Die sind bald am Ende der Schule und wollen nicht mehr über Jahre als “Schüler” bezeichnet werden, sind sie doch sooo erwachsen usw. usf.

    Kurzum, ich harre der Dinge, die dort kommen. Und wenn ich mir das “Verhandlungsgeschick” von Dariani so anschaue, dann kommt unweigerlich der Gedanke, dass es bei ihm mit Verhandlungen ebenso nicht klappt wie mit den Frauen, die er mit der Kamera belästigt hat. “Mehr Glück als Verstand” trifft es da wohl recht gut, dass er und seine Kumpanen überhaupt Geld dafür bekommen konnten.

    Gruß

    Alex

  24. Don Alphonso Says:

    Insider 2, magst Du uns mal sagen, was Dich zu Deiner Meinung qualifiziert? Erzähl doch mal. Bitte.

  25. kasi Says:

    @Insider2:
    Ob meine Darstellungen falsch sind, mögen andere beurteilen. Ich hab einfach aufgeschrieben was ich wußte, aber da ist noch mehr Hintergrundwissen und das wird in den nächsten Tagen online gehen. Vielleicht kommt sogar heute nacht noch ein Knaller.

    Das schöne ist, dass auch genügend andere Leute davon wissen und meinen Artikel bestätigen können. Vielleicht auch die Mitarbeiter von StudiVZ, die seit gestern nachmittag auf meinen StudiVZ-Profil und auf diesem Blog surfen? Scheint ja doch einige Aufregung verursacht zu haben.

    Da ich weiß, wer sich hinter Insider2 verbirgt und ich etwas enttäuscht bin, dass nicht einfach offen von demjenigen kommuniziert wird, will ich hier folgendes anmerken: natürlich gab es keine konkreten Pläne eines gemeinsamen Bündnisses gegen StudiVZ (obwohl es sein kann, dass dieses Bündnis bald zustande kommt, vielleicht aber auch nicht, muß ja nicht sein). Aber alle Beteiligten wußten voneinander, alle Beteiligten haben bekräftigt, Interesse daran zu haben, miteinander zu arbeiten, alle Beteiligten haben sich über StudiVZ lustig gemacht und deren Verhandlungsmethoden kritisiert. Der nächste Schritt könnte die gemeinsame Plattform sein, könnte aber auch sein, dass jeder vor sich hin werkelt und StudiVZ es sehr leicht gemacht wird.

    Dass einige der Beteiligten, z.B: der YAEZ-Verlag immer noch auf beiden Seiten mitspielen will, kann ich ja verstehen. Niemand möchte einen Anzeigenpartner wie StudiVZ von der Bettkante stossen, insbesondere wenn da ein sechsstelliger Anzeigenetat winkt. Fast schon verständlich, schließlich sind sich auch die großen Printmedien nicht zu schade, für große Anzeigenkunden auf journalistische Grundsätze zu verzichten. Und selbst wenn es nur um Artikel geht, die StudiVZ featuren, handelt es sich immer noch um Gefälligkeitsjournalismus der übelsten Sorte, die leider eine ganze Reihe von selbstgemachten Schüler- und Studentenzeitungen mit in den Dreck zieht. Aber klar, Geld ist manchmal sehr viel wichtiger als Reputation.

  26. Insider3 Says:

    Ich schließe mich der Frage von logog an. Waren alle Verhandlungen deinerseit und mit anderen erwähnten einfach nur erfolglos und geht es darum einerseits auf den Zug gegen StudiVZ aufzupringen und sich vielleicht einfach nur zu rächen das eigene Wünsche/Interessen nicht erfüllt wurden?

    Was spricht dagegen wenn man sich aus seinem Engagement bei der Jugendpresse einen gut bezahlen Job sichert, ich habe das Gefühl das Christian nicht der einzige ist der das vor hat(te). Manche machen aus den Kontakten einen eigenen Laden (was sicher nicht so vergleichbar ist) auf, andere steigen irgendwo mit ein, andere sehen das ganze nur als ihr Hobby, wiederrum andere scheinen von und für die Jugendpresse zu leben.
    Tja, und da ist es auch gewagt mal da einzusteigen wo es momentan am meisten Kloppe für gibt, oder etwa nicht? Ich finde das ist ein mutiger Schritt, und Christian verfügt scheinbar über Kompetenzen die StudiVZ nützen und vor allem über viele Kontakte aus seinem ehrenamtlichen Engagemt, so wie viele in der Jugendpresse auch. Ob StudiVZ damit einen guten Griff gemacht hat wird sich schon noch zeigen.

    Und darüber wie man ein SchülerVZ erfolgreich aufmachen kann, sollten sich doch die Leute Gedanken machen die dafür bezahlt werden. Schön die Probleme zu zeigen, aber warum über ungelegte Eier aufregen statt an eigene Projekten zu arbeiten?

    Ich finde die Idee des Aktivennetzwerkes immernoch interessanter, vielleicht sollte darüber von den Beteiligten auch mal offener kommuniziert werden, im Häfft-Mag wurde es schließlich schon verkündet.

    Viel Erfolg allen auf ihrem Wegen

  27. Dars Dariani Says:

    erstmal vielen Dank für die Hintergrundinformationen, schön recherchiert!

    Ich gehöre zu einer Gruppe, die sich aus Verärgerung über diverse Dinge beim Studivz zusammen gefunden haben. Aufgefallen ist uns, dass das Studivz im Moment regelrecht von Fakes, Pornos und Nazis geswampt wird.

    In Sachen Schülercommunity ist zu sagen, dass vielerorts der Markt von regionalen Anbietern längst aufgeteilt wird. Wenn man sich mit dem ehem. Klassenkameraden die auf eine andere Schule gewechselt sind, oder mit den Freunden 2 Strassen weiter zum chat trifft, dann ist das lokale Netz mit lokalem Partyverzeichnis das mittel der Wahl.

    Mich wundert aber, dass die großen Univermarkter wie audimax oder Unicum da nicht schon längst auf den Trichter gekommen sind?

  28. kasi Says:

    @Insider 3:
    Der im Blog stehende Artikel ist eigentlich nur eine verkürzte Version eines längeren Artikels gewesen, indem ich auch gleichzeitig meine Rolle bei der ganzen Geschichte geklärt hätte. Dieser Artikel wurde von sieben Personen gelesen, denen ich vertraue und bei denen ich ausgehe, dass sie den Ursprungsartikel nicht weiterleiten. Wenn nicht, ist das zwar im Endeffekt nicht schlimm, weil ich zu all dem stehe, dass ich geschrieben habe, aber ich habe den obigen Artikel gekürzt, weil dort Dinge drin stehen, die in erster Linie die Jugendpresse etwas angehen und dort intern geklärt werden muss.

    Ich kann aber kurz zusammen fassen, was mein eigenes Engagement angeht: ich hab das Ziel, eine Schülerplattform aufzubauen, lange unterstützt und versucht, die Leute zusammen zu bringen. Ich hab den Kontakt zwischen Schüler-Register und Christian Beiborn unterstützt, weil ich nicht wollte, dass sich Schüler-Register an StudiVZ verkauft und ich sie beim Relaunch ihrer Plattform in der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt habe (und dafür Beratungshonorare in sehr geringem Umfang – weniger als 1500 Euro – bekommen habe).

    Ich hab dabei drei Fehler gemacht: ich hab lange geglaubt, dass man StudiVZ klar machen kann, dass sie bei den Schülern nicht so agieren können wie bei den Studenten, dass ein gemeinsames Projekt einer coolen Schülerplattform möglich wäre, die auf mehr aufbaut als Stalking, und dass ich nicht früh genug darüber kommuniziert habe.

    Ob Christians Schritt Lob oder Häme verdient, kann jeder selbst entscheiden. Erst allen Leuten falsche Tatsachen vorspiegeln und dann mit den internen Daten abhauen, ist sicherlich nicht die feine Art. Aber das passt gut ins StudiVZ-Klima.

    Ja, ich bin da sicherlich auch sehr emotional drin, was vor allem daran liegt, dass ich Christian anders eingeschätzt hatte. Bei StudiVZ reinzukommen, daran liegt mir nicht besonders viel. Ein Laden, der aus Leuten besteht, deren Potenzial nur aus selbstgefälliger Augenwischerei besteht und sich alle guten Konzepte zusammenkopiert werden, da möchte ich nicht arbeiten.

  29. Kasi-Blog » Blog Archive » SchülerVZ/StudiVZ-Update (1): Die PR-Strategie von SchülerVZ und wie man sie durchkreuzen könnte Says:

    [...] Wenn SchülerVZ, der Klon von StudiVZ für den Schülerbereich, in den nächsten Tagen online geht, wird es zunächst nicht möglich sein, sich einfach anzumelden. Stattdessen ist geplant, die Plattform über eine sogenannte Closed-Invitation-Prozedur ins Gespräch zu bringen. [...]

  30. Kasi-Blog » Blog Archive » SchülerVZ/StudiVZ-Update (2): Die Recruiting-Strategie von SchülerVZ und was daran falsch ist Says:

    [...] Ich hab das ja schon in den Kommentaren zu meinem ersten längeren Artikel über das Schüler-Projekt von StudiVZ geschrieben, dass Christian Beilborn und sehr wahrscheinlich Oliver Skopec seit Mittwoch bei StudiVZ unter Vertrag sein sollen. [...]

  31. Alexander Trust Says:

    @Kasi: Schön, dass es so viel Idealismus noch gibt! Weiter so.

  32. StudiVZ: Was sonst noch geschah - Sajonara.de - Internetmagazin Says:

    [...] Karsten Wenzlaff berichtet über Vorgänge, die beim StudiVZ in der nächsten Zeit vollzogen werden sollen. Nach Stagnation im studentischen Feld (auch in Europa) folgt nun der nächste Coup der Berliner Rattenfänger. Ein Verzeichnis für Schüler.  Minderjährige, die nicht selbst entscheiden dürfen – ein next Level Exploit quasi. Ein Diplompädagoge äußerte sich zu dieser Frage in einem Kommentar unter Karstens Artikel. Wenzlaff dazu: “Das bedeutet, dass die schon bei StudiVZ aufgetretenen Probleme mit rechten Agitatoren, Pädophilen und Stalkern bei Kindern und Jugendliche eine ganz neue Relevanz erfahren.” (Kasis Blog) – Immerhin, den Hauptstädtern sind Schülerprofile 20 Cent wert. Eine Größenordnung, die man beim StudiVZ nur unwesentlich überschritten hatte. Geld zu verdienen ist eben nicht gar so einfach. Ich wiederhole mich gerne: Unternehmer versuchen dies im Schweiße ihres Angesichts, Entrepreneure sind froh, wenn sie eine bröckelnde Fassade möglichst für schnelles Geld weiterschieben können. Wer von sozial verträglicher Politik spricht, muss die Wirtschaft ebenso in die Verantwortung nehmen. Neoliberale Kader wie die aus dem StudiVZ-Labor stellen Deutschland derzeit auf eine harte Probe. Wenn sie das Web 2.0-Business derart übers Knie brechen, wird hernach in Europa und der Welt kein Hahn mehr danach krähen. [...]

  33. Insider2 Says:

    Uih, Mist, man hat mich enttarnt :)

    @don alphonso: Wenn Du mit gutem Beispiel vorangehen würdest und bei Deinen Bloggeschreibseln nicht die Qualifikation missen lassen würdest, würde ich es mir auch überlegen. Deine “heißen Infos” basieren aber stets nur auf “ich hab da einen Maulwurf” und weiter nichts.

    @kasi: Hehe… Der Kasi weiß wer ich bin. Uiuiuiui… Wenn Du das mit der selben Sicherheit behauptest, wie Du die sogenannten Fakten Deines Artikels vertrittst, ist das nur ein Beweis mehr für mich, daß ihr Milchmädchenjournalismus betreibt.

    Sorry, vielleicht ist da was an mir vorbeigegangen, aber wann gab es einen pädophilen Vorfall bei StudiVZ?

  34. kasi Says:

    Es gibt zwei Leute, die hier als Insider2 posten. Wer Insider2-Nummer zwei ist, weiß ich nicht, ich dachte erst, Insider2-Nummer1 und Insisder2-Nummer2 wären ein und die selbe Person. Entschuldigung, für die Fehleinschätzung.

  35. kasi Says:

    Noch eine Anmerkung: Wie Gefälligkeitsjournalismus aussieht, kann man ganz schön an der aktuellen Zitty-Ausgabe sehen. Dort wird ein längeres Interview mit Ehssan Dariani geführt, gespickt mit ein paar investigativen Fragen, aber dennoch natürlich nett – man will ja weder Interviewpartner, noch Leser, noch Anzeigenschalter vergraulen. Zum Thema Datenschutz wird kein Wort verloren.

    Man müsste Zitty-Chefredakteurin Mercedes Brunz mal darauf ansprechen. Don Alphonso hat es ja gestern abend bei der Podiumsdiskussion zu Kultur 2007 vom Fritz-Radio versucht, aber dank ausgefallener Ton-Technik konnten sich weder die Podiumsdiskutanten und -onkels verstehen noch die Zuhörer die Beiträge. War aber angesichts der Beiträge auch nicht weiter schlimm, außer denen von Klaus Farin und Don Alphonso waren die restlichen Beiträge eher in Kategorie “Ich rede mal drüber und lass das Gehirn ausgeschaltet”-Wortfetzen einzuordnen. Frau Brunz ist zwar wie Don Alphonso schreibt sehr apart, hatte danach aber auch keine Lust, länger auf der Veranstaltung zu bleiben.

    Schade, sie hat ein sehr cooles Konzert mit Clueso und einen Berliner/Thüringer Jugendsymphonieorchester verpasst. Eine nette Mischung aus Klassik, HipHop und Poetry-Slam. Und eine Hammer-Stimmung in der Halle. Der Rüdnitzer und ich waren als Don Alfredo und Don Alberto auf die Gästeliste genommen worden und hatten einen Riesenspass. Leider ist der Don direkt nach der Diskussion etwas säuerlich abgehauen, weil die Fritz-Moderatoren-Praktikanten ihn in den zwei Fällen, wo er zu Wort gekommen ist, sehr unsanft unterbrochen haben, nur damit eine Die-Prinzen-Für-Arme-A-Cappela-Gruppe zu ihren vereinbarten Gesangsminuten kamen. Daher danke an Don Alphonso für die Möglichkeit, uns reinzuschleusen und danke an das fritz-Radio, dass sie sich solche Experimente trauen, die mal grandios floppen, mal grandios toppen können. (Blödes Wortspiel, ich weiß.)

  36. Bauer Says:

    Hallo,
    ich möchte nur folgendes zu der durchaus treffenden Metapher zur Ehrenrettung von Milchkühen und Rindern bemerken:
    “…sondern man geht dieses Projekt an wie eine Kuh beim Grasen – immer den nächsten Halm abknipsen und dabei ab und zu in den selbst gelegten Fladen treten…”
    Kühe auf der Weide treten (und fressen) niemals da wo der Kuhfladen ist bzw. in den letzten drei Monaten war, dazu sind die Tiere einfach zu intelligent.
    ;-)

  37. onezblog.de Says:

    Sonntagslinks No. 3…

    heute mit nicht ganz so vielen Empfelungen, dafür aber recht lange Texte. Passend zu meinem letzten Post “Die Amis spinnen” ein wirklich so unglaublicher Text, dass ich eigentlich nur an eine Zeitungs……

  38. Outsider Says:

    @Insider2:
    Meine Güte Du scheinst ja ein echter Kerl zu sein, oder doch ein Mädel….?:-) Wie dem auch sei, abgesehen von einer sehr großen Klappe und kindisch/pubertären Argumenten ist bei Dir wenig zu finden. Sieh mal, die Welt ist klein und Erfolge werden nun einmal von Misserfolgen verfolgt. Du bekommst keine 2.600€ um deine wertvolle Zeit in den Blogs zu verbringen… :-) … so etwas kann man nur bei Investmentbanken tun!

    @all:
    Willkommen in der Realität! Habt ihr wirklich gedacht, dass diese Welt auf gutem Glauben und Prinzipien aufgebaut wurde? Leute sind käuflich und junge Heranwachsende umso easier. StudiVZ Gang ist hat halt keine Moral sondern versucht in einem Becken voller Haie zurecht zu kommen. Es zu früh darüber zu urteilen, ob sie dies meistern werden/können oder nicht.

    @Kasi:
    Der Artikel ist klasse und StudiVZ Gang ist mit Recht etwas beunruhigt. Ob dein Artikel die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit beinhaltet sei dahin gestellt. Ich bin mir sicher, dass H. ganz schön Druck macht und die StudiVZ Jungs einfach noch zu jung und unerfahren sind den shit zu meistern. Nichtsdestotrotz, sie haben eine einfache Idee/Kopie vor allen anderen umgesetzt und das mit Erfolg. In einer Sache gebe ich dir 100% Recht, sie werden beim SchülerVZ versagen, denn Erfahrung/gekaufte Leute hin oder her, sie haben schon längst den Boden unter den Füßen verloren.

  39. Dr. Dean Says:

    Lustig: Ein echter Clown Spaßmacher bzw. ein “Insider2″ behauptet – völlig belegfrei – dass die hier öffentlich gemachten Angaben in jeglicher Hinsicht unzutreffend wären:

    “aber die meisten Zahl sind Unfug(…)”

    “Usw. usf. – Insider2″ schlägt dann vor:

    “einfach mal die Klappe halten.”

    Neeein, wie niedlich!

    Wie wärs, Herr “insider2″, wenn Sie die Zahlen richtig stellen würden? Nee, das wollen Sie nicht. Ich finde: Der Stil von “Insider2″ ist das Allerletzte.

  40. Peterle Says:

    Mal in die Runde, weil hier auch Jungjournalisten mitlesen: Das ist kein Artikel, und das ist keine “gute” oder andere “Recherche”. Karsten schreibt sein Insiderwissen auf, ordentlich getränkt durch Emotionen und Vorwürfe – unter Recherche versteht man m.E. noch etwas anderes. Eine gute Recherche zu einem guten Artikel hätte zur Folge, dass in der Geschichte beide Seiten zu Wort kommen – und nicht die ganze Zeit “bashing” im wahrsten Sinne des Wortes betrieben wird. Solche Geschichten hier sind der Grund, warum ich Blogs für wirklich gefährlich halte…

  41. kasi Says:

    @Peterle: Ich hab doch nie behauptet, dass dies ein ausgewogener Artikel oder eine gute Recherche ist. Ich habe das mir bekannte Wissen zusammengefasst und ins Netz gestellt und nach meinen Möglichkeiten die Fakten versucht zu verifizieren. Ich hab aber keinerlei Zugang zum Konto von Ehssan Dariani oder zur Datenbank von StudiVZ. Andere vielleicht schon, ich nicht.

    Und warum sollte ich die anderen zu Wort kommen lassen? Ich lasse doch alle Eure Kommentare zu, ohne die zu zensieren. Ich hab übrigens Christian Beilborn auch angeboten, dass er den Artikel vorher sieht und kommentiert oder seine Version der Dinge darstellt. Gerne bei mir auch hier im Blog. Aber ich glaube nicht, dass Ehssan oder Christian hier viel schreiben werden, sie wären ja auch schön blöd, weil sie dann ja zugeben würden, wie wichtig Ihnen die Blogs sind. Genauso wenn sie wie teilweise schon mündlich angedroht worden ist, Unterlassungserklärungen einzuklagen.

    Aber wenn ich selber darstellen müsste, wie Ehssans Sicht auf die Welt ist, dann wäre das doch so, als ob ich beim Handball-WM-Spiel Deutschland gegen Polen beim Rückstand der Polen ab und zu mal ins eigene Tor ziele, damit sie auch eine Chance bekommen. Mitspielen können sie, auch nach fairen Regeln (an die sich aber wahrscheinlich nicht halten werden), aber dann müssen sie auch selber laufen lernen.

  42. Peterle Says:

    @Karsten: Richtig, hast du nie behauptet. es kamen nur mehrere Postings, wo dir für deine Recherche und den guten Artikel gedankt wurde.

  43. Rex Says:

    Du hast bei deiner Recherche die Seite http://www.latengo.de als Konkurrent vergessen. Deren Wachstum ist laut Angaben im Blog ebenfalls dreistellig. Schau dir mal die Seite http://www.referate.de an. Anscheinend leiten die den Traffic von dort um zu Latengo und generieren so die Mitglieder.

  44. kasi Says:

    Bei StudiVZ gibt es jemanden, der unter dem Namen “Hanna Timm” meinen Artikel auf den Gästebüchern von Jugendpresse-Aktiven postet. Einige meiner Jugendpresse-Bekannten haben mich darauf aufmerksam gemacht und vermutet, dass dies ein Fakeprofil von mir sein könnte.

    Um das klar zu stellen: ich benutze keine Fakeprofile mehr, ich habe alle Fakeprofile wieder gelöscht und “Hanna Timm” gehört nicht zu mir. Wer auch immer “Hanna Timm” ist, sagt ihm/ihr bitte, dass ich diese Art des Guerilla-Marketings nicht brauche.

    Ich melde mich immer mit meinem eigenen Profil an, weil ich kein Problem hab, dass StudiVZ sieht, was ich dort mache. Und ich glaube es ist gar nicht nötig, diesen Artikel auch bei StudiVZ überall zu posten, dort werden schon genug Leute von allein auf den Artikel aufmerksam.

  45. Patrick Says:

    Also um nochmal auf die Mitbewerber zurückzukommen. Alle haben sich Respekt verdient. Ich habe mir alle angeschaut. Schueler.cc und schuelerrg.de sind wirklich gut, schuelerprofile.de gefällt mir nicht. Schueler.cc und schuelerrg sind auch Facebook Klone, was an sich nicht schlimm ist, nur wenn bald schuelerVZ kommen sollte, und die auch einen ähnlichen Design haben, wird es langsam langweilig.
    Naja, man muss zugeben, dieses schlichte Design und der Aufbau sind sehr Benutzerfreundlich, jeder kommt sofort damit klar. Scheint mir so, als ob sehr viele weitere mit dem gleichen Aufbau in Zukunft online gehen werden. Zumindest unterscheiden sich alle in Ihren Farben.

  46. Dr. Dean Says:

    @Peterle
    Weil jemand für notwendigeTransparenz sorgt, hältst Du Bloggen für “gefährlich“???

    Weil die Wahrheit ein Stück weit ans Licht kommt, z.B. mit der erwiesenen Fixierung von StudiVZ auf die Vermarktung von Profilen und Dataminig, weil das endlich öffentlich wird, darum bist Du besorgt? Hey, lieber Peterle, dann will ich garnicht wissen, wie der große Peter darüber denkt…

    Im Ernst, lieber Peterle, ist es Dir völlig unbenommen, einen Artikel zu verfassen, der informativer und zugleich ausgewogener ist, wo beide Seiten zu Wort kommen usw. usf. Das scheint Dir ja sehr wichtig zu sein, während Du dem “gefährlichen” Kasi das Wort gerne verbieten möchtest. Weil er ja so “gefährlich” ist, quasi ein Musterbeispiel an Gefährlichkeit.

    Dürfen wir gespannt sein? Ich mein, auf Deinen sicherlich guten und vor allem ungefährlichen Artikel?

    P.S.
    Könntest Du bei Gelegenheit noch mal begründen, warum Kasis Artikel ein stichhaltiger Beleg für die “Gefährlichkeit” von Blogs ist? Sind es die gefährlichen

    a) Informationen oder
    b) Kommentare oder
    c) Insiderkenntnisse?

    Uiuiui! Ganz schön gefährlich, was?

    Die Lüge, z.B. das gefällige bzw. bezahlte PR-Geblubber in bestimmten Zeitungen betreffs StudiVZ oder die Lügen, Verdrehungen und Unwahrheiten der StudiVZ-Macher: All das ist für Dich natürlich ungefährlich und lobenswert, gell? So ungefährlich, dass es Dir wiederum “gefährlich” erscheint, wenn Kasi eine Stimme bzw. ein Blog hat.

    Demnach lautet also die Lösung des Dich offenkundig sehr belastenden Gefährlichkeitsproblems für Dich: Kasi zum Schweigen zu bringen, oder wenigstens das Kasi-Blog ein wenig diffamieren und den Rest der kommerziellen Interessen geschuldeten professionellen Lügenarbeit einer (erwiesenermaßen allzu oft) käuflichen Presse und ihren amoralischen und liederlich recherchierenden Schreiberlingen überlassen.

    Und Blogs sollen “Peterle” zuliebe das Maul halten. Na, das ist ja super, Peterle…

  47. kasi Says:

    Ich darf an dieser Stelle der Transparenz wegen bemerken, dass im Stadtpalast von Don Alphonso auch eine nette Diskussion über dieses Blog losgebrochen ist.

  48. Alexander Trust Says:

    @Rex: Stand nicht letztens in einer Computerzeitschrift etwas zu den dubiosen Geldmacheaktivitäten von den Machern von referate.de? Oder vertue ich mich da? – Trademarks, Referate von Schüler für 1,99€ Mindestpreis und als einzigen Anreiz sich bei handwerklich schlecht gemachtem Latengo anzumelden, gibt es die Referate dort “angeblich” kostenlos… auf solche kapitalistischen Nischenprodukte, die nur Geld quetschen wollen kann man getrost verzichten.

  49. Peterle Says:

    Dr. Dean, Du hast ein Problem. Anders kann ich mir deine Ausfälligkeiten nicht erklären. Hat dir in der Schule nie einer zugehört und standest immer nur doof in der Ecke rum, dass du so reagierst? Hast im richtigen Leben keine Möglichkeit, deine Aggressionen abzubauen? Man, du tust mir echt leid.
    Weißte, was schön an Blogs ist? Man kann mit simplen Kommentaren Leute wie dich unter die Decke bringen. Noch schöner: Man braucht die Diskussion einfach nicht weiter verfolgen. Das mach ich jetzt. Tschüß!

  50. kasi Says:

    Das ist vielleicht auch besser so, Peterle. Es klingt eher, als wärst Du gerade an die Decke gegangen. So wie ich das sehe, hat Dr. Dean lediglich versucht, mit Dir zu diskutieren. Er hat Dich nicht persönlich beschimpft. Ich würde Dich bitten, dass auch in meinem Blog zu unterlassen.

  51. Don Alphonso Says:

    Was die Titty angeht: Die gehört zu Holtzbrinck, da muss man nicht gross nachdenken, warum die so nett sind. Crosspromotion halt.

  52. Constructeur Says:

    Ich habe erst seit kurzem, dafür mit mit sehr grossem Interesse den Beitrag verfolgt und auch ich kann ich mich nur den vorangegangenen Schreibern anschliessen, dass das eine sehr umfassende informative Beschreibung von Zusammenhängen und Ereignissen ist. Noch etwas – ehrlich gesagt, ich bewundere die Fairness und die Ausgwogenheit gegenüber Christian Beilborn in der Berichterstattung. Er hat sich schon oft so verhalten und es gibt viele, die ebenso handeln. Ich möchte klar differenzieren zwischen jenen, die idealistisch aktiv sind, und jenen, die ehrenamtliche Jobs als Sprungbretter in Profi-Jobs nutzen wollen. Beides ist verständlich. Entscheidend ist für mich die Motivation (vom kritischen Journalisten bis zum ertragsoptimierten (PR-)Journalisten ist vieles möglich) und auch die Bereitschaft wie weit jemand geht.
    So etwas ist schwer frustrierend. Doch ich hoffe, dass trotz der Schwierigkeiten gerade dann nicht das konstruktive aus den Augen verloren wird, damit meine ich die eigenen guten Ideen mit denen man sich von den anderen (neoliberal=monetär motivierten) abhebt.
    @kasi: Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf eure kommenden Projekte und hoffe, dass sich das durch die Qualität und die Pfiffigkeit bewährt. So wie ich das sehe, sind gute Ideen bei den anderen absolute Mangelware.

    Aber selbst der Ideenklau (inklusive Vertrauensbruch und Frust) ist nicht alles, entscheidend ist doch immer wer das mit welcher Motivation umsetzt.

  53. fragender Says:

    Er hat sich schon oft so verhalten und es gibt viele, die ebenso handeln.

    @ Constructeur: Was meinst Du denn z.B.?

  54. Stefan Klingberg Says:

    Guten Tag,
    Bezug nur zum Artikel, nicht zu den Kommentaren. @Karsten: Danke für die Fleißarbeit und die Möglichkeit, den Artikel vorher gegenlesen zu können, auch wenn ich Deinen Antrieb nicht verstehe ;-)
    Als direkt Beteiligter und auch Zitierter möchte ich gerne eine Sache klarstellen:
    Die Vision eines Bündnisses der “besten” Social Networks gegen schuelervz teilen wir vom Häfft-Verlag nicht. Das ist Karstens Privatmeinung… (sie sei ihm gegönnt ;-)
    Es ist IMHO auch unnötig, da der Markt wirtschaftlich so interessant nicht ist.

    Als Vermarkter von Schülermedien mit über 15 Jahren Erfahrung glaube ich weder an den durchschlagenden kommerziellen Erfolg von Jugendcommunities (Negativ-Beispiele: Ehapa mit funonline.de, bravo.de, uboot.com) noch daran, dass dieser Ansatz eines Kunden-Pools für studivz.de von Erfolg geprägt sein würde.
    Diese Transformationsprobleme haben eigentlich schon alle Player in dem Markt incl. wir gemacht (Unicum Abi ist kein Ruhmesblatt für Unicum, unser Kids-Häfft war kein Segen für das Häfft, usw. Einzige Ausnahme ist Super RTL mit Toggo(lino), aber da sind die User auch mit Beginn der Pubertät weg!

    Das habe ich auch dem Berater von Holtzbrinck im Gespräch erzählt.

    Wir für unseren Part können jedenfalls ausschließen, dass wir uns an der angesprochenen “Großen Koalition der Social Networks” beteiligen werden.
    Mit 135.000 aktiven Usern (mind. 1 Login in den letzten 6 Monaten) ist unsere Schüler-Community http://www.haefft.de seit Jahren einer der größten Anbieter im Markt. Wir verfolgen damit keine finanzielle Interessen (mehr) [es funktioniert langfristig nicht] und betreiben diese Community seit 1998 als Unterstützung unserer (Print-)Schülermedien.

    Wir werden das ganze abwarten und sitzen den Hype einfach aus. Spätestens 2008 kräht kein Hahn mehr nach Jugendcommunities.

    Mit freundlich-häfftigen Grüßen

    Stefan Klingberg

  55. schuehsch Says:

    Ich kenne die Jugendpresse und ich kenne Karsten und Christian persönlich und das auch schon seit Längerem.
    Zu diesem Eintrag möchte ich folgendes loswerden:
    Leider ist es wohl so, dass Christian doch mehrfach explizit als Jugendpresse aufgetreten ist und auch Versprechen im Namen der Jugendprese gemacht hat.
    Weder Karsten noch Christian waren der Jugendpresse gegenüber immer vollkommen ehrlich, was ihr Engagement (so wie Karsten es oben, nach meinem Wissen richtig, dargestellt hat) angeht. Darüber waren mehrere Personen sehr enttäuscht und haben Christian nahegelegt, von all seinen Jugendpresseämtern zurück zutreten.
    Das weiß ich alles aus zweiter Hand, aber ich vertraue dieser Hand ;)

    Mich hat es sehr überrascht, als ich gelesen habe, das Christian da “irgendwie mit drinne hängt”, ich habe ihn nämlich nie als jemanden erfahren, der über Schüler oder deren Belange viel weiß. Da war wohl einfach jemand zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

  56. kasi Says:

    @Schuesch, danke für Deine Rückmeldung und Du hast Recht, wir haben die Jugendpresse nicht frühzeitig informiert. Siehe auch meinen Kommentar dazu weiter oben.

    @Stefan, für mich war die Ablehnung nicht so klar, weil es ja zwischen dem Häfft-Verlag und den diversen Beteiligten ja immer wieder direkte und indirekte Kontakte gab. Zumindest hat Christian dieses “Projekt” immer dazu genutzt, damit alle anderen hingehalten wurden.

    Aber das ist auch gar nicht so wichtig. Es reicht ja aus, dass viele Leute einfach Bescheid wissen und sich vorbereiten können. Aber danke für die klare und sehr informative Aussage.

  57. Philip Conrath Says:

    @Stefan

    ” Diese Transformationsprobleme haben eigentlich schon alle …….. ”

    Das glaube ich nämlich auch! Wenn man ein Entwicklungsstadium verläßt will man ja auch mal einen Tapetenwechsel haben. Raus aus SchuelerVZ und rein ins StudiVZ … das kann ich mir nicht vorstellen, auch wenns so einfach wäre.

    Ich hoffe zumindest, dass sich wenigstens bei Schülern einige lokale Plattformen durchsetzen werden und kein Monopolist.

    LG
    Philip

  58. C. Henrich Says:

    Milchmädchenjournalismus.
    Das trifft’s wohl am besten!

  59. urks.de // reloaded » links for 2007-02-05 Says:

    [...] Kasi-Blog » Blog Archive » Wie sich StudiVZ die Schüler kaufen will (und dabei schon jetzt alle Fehler macht, die möglich sind) (tags: web2.0 internet informationen artikel studivz strategie social network sns) [...]

  60. Daves Blog » demo Says:

    [...] Carlos berichtet auf Astawatch von der heutigen Demo in Düsseldorf. “Medienwirksam” sei ein Pappschild mit der Aufschrift “Studiengbühren” verbrannt worden. (Okay, der Konjunktiv ist hier fehl am Platze, ich sehe ja das Foto) Der Kameramann von Center.TV habe (hier ist der Konjunktiv angebracht) dies gefilmt, was gut sei. Nun gut, besser als nichts. Aber, bin ich der Einzige, der nicht weiß, was Center.TV ist?! Habe ich noch nie gehört, diesen Namen. Carlos vermutet, dass die schlechte Organisation Schuld ist, dass kaum einer kam. Letzte Woche kam der Gebührenbescheid (653,16 Euro), da war ich wohl nicht der Einzige, der heute lieber arbeiten war, anstatt zu demonstrieren. Zumal wir alle die Einstellung des Rektors zur Genüge kennen, der würde auch nicht einlenken, wenn alle Studenten vor ihm demonstrierten. Leider hat er so immer das Argument:” Keiner beschwert sich, also hat auch keiner was dagegen!” Auch wenn ein Boykott jetzt nicht möglich ist, wenn alle den Betrag erst eine Woche vor Frist überweisen, könnte man so vielleicht schon eine Botschaft übermitteln. Ich denke mir, das Einige ins Schwitzen kämen, wenn 50% der Studenten sich Anfang März noch nicht zurückgemeldet haben. Das Problem ist einfach die Kommunikation. Könnte man nicht beim StudiVz anfragen, ob die Unis bei solchen Aktionen nicht unterstützen wollen? Ich hatte mir letztens überlegt, das wäre eine vernünftige Einnahmequelle für das VZ: Uniparties werden auf der Startseite im VZ angekündigt, und zwar bei allen Leuten, die an dieser Uni studieren. Für wichtige Ankündigungen, wie Demos, sollte das dann natürlich kostenfrei sein, ansonsten gegen Cash. Na, die müssen selbst wissen, wie die Kohle verdienen wollen. (Im Kasi-Blog kann man nachlesen, warum sie dabei scheitern werden, auch Schüler als Mitglieder zu gewinnen.) Carlos kann man auf jeden Fall keinen Vorwurf machen, er hätte nicht genügend Wege gesucht, Leute zu erreichen und zu motivieren. [...]

  61. SoE Says:

    Oh ja, ich sehe das schon vor mir: “Wir glühen härter vor als unsere großen Geschwister Party machen.” “13 und ständig breit.” “SiebnA RuLeZ.” Diese Gruppen darf jetzt aber niemand anders aufmachen ;)
    Und dann erst die Referendare. Die werden Spaß haben “Was heißt denn kronloyal in ihrem Profil?”

  62. Perspektive 2010 » Blog Archive » Ein paar Lese-Empfehlungen Says:

    [...] Der Morgen und Kasiblog beschäftigen sich mit den Absichten der StudiVZ- Geschäftsführung, ein SchülerVZ zu gründen. [...]

  63. Fabian Mauderer Says:

    Es ist schon schade, wenn man sich das hier durchliest. Die Instrumentalisierung Jugendlicher scheint die studivz-Leute nicht zu stören.
    Das ist eben das Problem, sobald es um große Geldbeträge geht und sobald das Geld in die eigene Tasche fließt :-(
    Ich hoffe, dass wir mit dem Aktiven-Netzwerk eine Plattform schaffen können, in der der User wieder im Vordergrund steht (sowohl durch die Sicherheit, als auch durch das Achten auf Belange der aktiven Jugendlichen).

  64. Hackwar Says:

    Zu den Konkurrenten muss man vielleicht auch noch die ganzen kleinen lokalen Portale hinzuzählen. Es gibt mehrere kleine Portale, welche auf eine Stadt und ihren unmittelbaren Umkreis beschränkt sind und bereits seit langem die Jugendlichen dort binden. Mit Veranstaltungskalendern und ausgewachsenen Foren sind diese service technisch weiter als das StudiVZ und mit dem Einsatz von erprobter offener Standardsoftware sind auch Einbrüche von Datendieben nicht zu erwarten.

    Ich persönlich glaube nicht, das ein SchülerVZ gegen diese lokalen Portale eine echte Chance hat.

  65. interneteconomics.de/blog » Blog Archive » SchülerVZ droht - jetzt sind die Schüler dran! Says:

    [...] Nach einem Bericht des Bloggers Karsten Wenzlaff hat Dariani mit einer Reihe von bestehenden Schüler-Sites Koop- oder Übernahme-Verhandlungen geführt und auch einige Macher abgeworben, darunter Christian Beilborn, bis vor kurzem Vorstandssprecher der Jugendpresse Deutschland e.V. in Berlin. [...]

  66. studi81 Says:

    Schuelernetz.de steckt wohl auch in den Startlöchern, obwohl dies scheinbar noch ein Entwicklungssystem ist.

  67. StudiVZ plant SchülerVZ » Misses Linkfire Blog Says:

    [...] Das “nicht ganz unumstrittene” Projekt StudiVZ plant den Aufbau einer Community für Schüler. Ein paar kritische Gedanken dazu im Kasi-Blog zu den Erfolgsaussichten sowie den Planungen im Hintergrund. Sehr lesenswert! Abgelegt unter: Web 2.0 [...]

  68. Martin Says:

    Ich war im StudiVZ angemeldet und habe danach den Rückzug angetreten, weil man das ganze allmählich sinnlos vorkam. Es ist nicht anderes als moderner Voyeurismus. Und eine Perspektive hat das Projekt nicht, da außer Werbeplätze nicht mehr viel möglich ist. Der Holtzbrinck-Verlag wird StudiVZ überschütten mit Werbeplätzen und die User werden sich deswegen und wegen neuer Communities zurück ziehen. Ein SchülerVZ ist meiner Meinung nach eine mehr als schlechte Idee.

  69. Sebastian Olényi Says:

    Jetzt auch auf spon:
    http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,465477,00.html

  70. Sebastian Olényi Says:

    Offizielle Erklärung der Jugendpresse Deutschland:

    Christian Beilborn und Jugendpresse Deutschland

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    in den letzten Tagen sind wir mit verschiedenen Fragen zum Thema “Zusammenarbeit mit Schülercommunities” überrascht worden.

    Hierzu möchten wir folgendes mitteilen:

    Christian Beilborn war zu keinem Zeitpunkt seitens der Jugendpresse Deutschland e.V. (JPD) für die Entwicklung oder gar Vereinbarung von Kooperationen im diesem Bereich bevollmächtigt. Alle Gespräche hat er immer als Privatperson geführt. An uns ist offiziell bisher keine Anfrage zur Zusammenarbeit herangetragen worden.

    Sollte er trotzdem in diesem Zusamenhang im Namen der JPD mit Ihnen im Kontakt gestanden haben, würden wir uns über einen Hinweis sehr freuen.

    Christian Beilborn ist von allen Ämtern der Jugendpresse Deutschland zurückgetreten. Seine neue Tätigkeit bei der Online-Community studiVZ verträgt sich Nicht mit einem gleichzeitigen Engagement im Bundesvorstand der JPD.

    Die Jugendpresse Deutschland ist Bundesverband junger Medienmacher. Sie erreicht mit ihren Landesverbänden knapp 15.000 junge Journalisten und unterstützt diese unter anderem mit knapp 300 Seminaren im Jahr, dem durch dju und DJV anerkannten Jugend-Presseausweis und Großveranstaltungen wie den Jugendmedientagen. Ihr Vorstand ist ehrenamtlich tätig.

    Im Vorstand sind aktuell:
    Silvio Heinze
    Maximilian Kall
    Marlena Köpke
    Jan-Henning Niediek
    Sebastian Olényi (Vorstandssprecher)
    Laura Sophia Reitz (Finanzen)
    Michael Hallermaier (kooptiert)

    Für Fragen stehe ich Ihnen gerne auch persönlich zur Verfügung: 0163-7653694.

    Für den Vorstand

    Sebastian Olényi
    Vorstandssprecher
    Jugendpresse Deutschland e.V.

  71. Martin Says:

    Hier übrigens ein ganz aktueller Spiegel-Beitrag zum Thema Schüler-Communities: http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,465477,00.html

  72. Peter Says:

    Nun zunächst einmal Gratulation zu einem aufwändig präsentierten Text. Ich denke, dass die allgemeine Kritik am StudiVZ durchaus ihre Berechtigung hat. Ich gebe allerdings Eines zu bedenken: Die Verantwortlichen beim Holtzbrinck Verlag sind wohl keine Anfänger. Es mag sein, dass die aktuellen Wachstumsprognosen überzogen sind – mit Speck fängt man bekanntlich Mäuse. Es erscheint mir jedoch unwahrscheinlich, dass sich der Holtzbrinck Konzern auf ein Geschäft einlassen würde, dass offensichtlich höchst unprofitabel ist.
    Das man dem SchülerVZ, dem Auftreten der StudiVZ Verantwortlichen, sowie der Vermarktung der Web 2.0 Idee kritisch gegenübersteht kann ich gut verstehen. Dennoch spricht für mich aus dem Text an einigen Stellen zu sehr der Neid darüber, dass es einigen jungen Unternehmern gelungen ist ein gutes Geschäft zu machen.

    Zitat: “Ehssan verhandelt aber in dieser Sache mehr als stümperhaft, wenn gleich auch mit kurzfristigem Erfolg. ”

    Folgende Probleme werden leider in diesem Artikel zu offensichtlich vermengt:
    - die berechtigte Diskussion über die ethische Vertretbarkeit von Geschäften auf der Grundlage von persönlichen Daten, womöglich sogar der Daten Minderjähriger,
    - der differenzierte ökonomische Wert besagter Web 2.0 Konzepte und
    - die Auseinandersetzung mit persönlichen Differenzen verschiedener Akteure in diesem “Schauspiel”.
    Diese gilt es zu trennen. Erst dann ist es möglich über den Sinn oder Unsinn des StudiVZs, sowie einer Nachfolge-Plattform für Schüler – in welcher Weise auch immer – zu diskutieren.

  73. hebbert Says:

    hier schein aber jemand die ganz große besserwisseritis zu haben,
    habe mir eben mal haefft.de angeschaut (nur die startseite), schrecklich unübersichtliches design, nervende werbung . dagegen
    ist studivz eine augenweide. nur weil der kasi politisch links steht und die herren von vz vielleicht eher rechts (ich kenne sie nicht), ist nicht alles mist, was die machen. und ich bin der meinung, daß ein 26 jähriger auch mal schülerinnen “anmachen” darf, ohne gleich als moralischer sondermüll dargestellt zu werden. das ist hier echt diese besserwisserisch, moralisierende
    pseudoperfektionistische, deutsche schubkästelchen schreibe, die ich nicht mag. ich bewundere die studivz leute dafür, daß sie unkonventionell,
    eine bis ins detail hervorragende website auf die beine gestellt haben, die
    sich sehr schön an den nutzerinteressen und nicht irgendwelchen sekundärinteressen orientiert.

  74. Björn Says:

    ich finde es schwierig, dass selbst spiegel-online diesen blog als unabhängige Quelle hinnimmt, wenn die Zahlen nachweislich falsch sind und wenn auch falsch ist, dass Karsten eben nie bei studivz arbeiten wollte – natürlich hat er, lange vor Christian´s Engagement – mit denen Gespräche über eine potentielle PR-Tätigkeit geführt und sich von mir noch beraten lassen, wieviel Geld er dort verdienen könnte

    und das geht eben nicht zusammen – entweder ist man Journalist, dann ist der Blog eine journalistische Plattform und kann bei spiegel-online auftauchen oder man macht interessengeleitete PR für sich und andere, um Kohle zu verdienen und ist jetzt einfach sauer, das jemand anderes den Job bekommen hat

    @karsten – beides geht einfach nicht, schau mal einfach im Pressecodex nach:
    http://www.presserat.de/Pressekodex.8.0.html

  75. kasi Says:

    @Björn, ich wundere mich manchmal, wie schnell man auf einmal Berater um sich hat, die man gar nicht bestellt hatte. Beraten heißt aber mehr als nur eine Meinung zu vertreten.

    Ich verstehe, dass Du Dich an dieser Stelle in die Debatte einbringen willst: einerseits behauptest Du ja, dass Du mit Stefan Klingberg schon vor über einem Jahr die Idee für ein Schülernetz hattest. Aber deswegen würde ich Dir da auch nicht sofort Neid und ähnliches unterstellen.

    Auch dass Du wie andere auch im Vorstand der Jugendpresse warst, jetzt bei Verdi im Medienbereich dafür zuständig bist, neue Mitglieder zu acquierieren, würde ich nicht dazu nutzen, Dir deine journalistischen Qualitäten abzusprechen. Denn man sollte zwar, die Pressekodex richtig sagt “keine Tätigkeiten ausüben, die die Glaubwürdigkeit der Presse in Frage stellen könnten.”, aber wenn man jemanden bei der Pressearbeit berät, aber selber Artikel schreibt, steht das erstmal noch nicht im Widerspruch zum Pressekodex. Da hilft Offenheit über die eigenen Arbeitgeber und die nötige Distanz zum Kunden bzw. zum Thema des Artikels.

    Du hast aber recht: wenn man nicht mehr klar trennen kann zwischen PR und Journalimus, wie zum Beispiel beim Welt-Artikel einfach schlecht getarnte Werbung beinhaltet, dann sollte man da schon etwas stutzig werden und kann auch an den Pressekodex appelieren.

    Meine Gespräche mit StudiVZ hatte ich schon im November längst offen gelegt. Nach dem Gespräch bei StudiVZ und den vorsichtigem Angebot der StudiVZ-Leute, das dann später beidseitig zurückgezogen wurde, hatte ich tatsächlich mehrere Leute, nicht nur Dich, angerufen und gefragt, was eine solche Arbeit wert wäre.

    Aber um das nochmal klar zu stellen: ich hab zu keiner Zeit von StudiVZ Geld erhalten, stehe in keiner kommerziellen Verbindung zu Ihnen und hab mit Ihnen keine Gehaltsverhandlungen geführt. Überhaupt gab es seit November genau zwei Kontakte: Ende Dezember, als diverse StudiVZ-Mitarbeiter in meinem Blog unflätige Kommentare zu hinterlassen, und Ende Januar, als mich Mitarbeiter von StudiVZ zu meinem Blog-Artikel über Micro-Targeting bei StudiVZ kontaktierten.

    Das ich ursprünglich von StudiVZ sehr überzeugt war, zwischendrin mich immer wieder über das Verhalten gewundert habe, gern bereit war, ihnen zuzugestehen, dass sie etwas gelernt haben, dann aber mitbekommen habe, dass sich bestimmte Einstellungen nicht verändert haben, die aus meiner Sicht eine Zusammenarbeit vollkommen unmöglich gemacht hat, all das habe ich mehr als deutlich und vor allem vollkommen offen kommuniziert – mehr als manch anderer, der sich Journalist nennt und die eigenen Abhängigkeiten nicht klar kommunziert, gell?

    Und nochmal zu Recherche: welche Zahlen stimmen denn nun nicht? Wenn Du etwas besser weißt, immer her damit, bin gern bereit mich zu korrigieren. Aber ich hab alle genannten Zahlen durch Recherche so abgesichert, dass ich voll hinter dem Artikel stehe. Und das ist ja wohl auch das, was der deutsche Pressekodex unter dem Punkt 2 und 3 versteht, oder? Vielleicht wäre es gut, wenn Du und die anderen, die behaupten, dass der Artikel von vornherein nicht stimmt, einfach mal den Gegenbeweis antretet und Eure Quellen offenlegt.

    Aber das kann man eigentlich nur von Leuten erwarten, die nicht nur den Pressekodex wie eine moralische Monstranz vor sicher hertragen, sondern auch bereit sind, sich selbst auch immer wieder dafür einzusetzen.

  76. qewfew Says:

    unterm strich zählt nur, wer dann am meisten schüler hat.

    und das wird schuelervz sein.

    egal ob irgendwelche drittklassigen akteure sich absprechen oder nicht.

  77. U. Says:

    Ich werd immer mehr Fan von deinem Blog!

    Allein schon aufgrund der Kommentare!

    Zu Journalismus und Blogs ein Wort: ist es denn nicht so, dass Blogs keinerlei journalistischen Anspruch erheben (sollten)? Vielmehr bedienen sich die Journalisten der Blog-Szene. Und wenn diese nur auf der einen Seite des Selbstbedienungsladens zugreifen, die andere aber nicht beachten, dann muss man den Journalisten einen Vorwurf machen, nicht den Bloggern.

    Ich für meinen Teil finde dein, hm wie soll man es nun nenne … evtl möglichst wertneutral “vom Hirn in die Feder Diktiertes” sehr unterhaltsam und lesenswert. Und wenn mich die andere Seite interessiert, kann ich ja auf Ehssans Blog gehen. Tu ich aber nicht :)

    Gruß U.

  78. One in six Billion » Blog Archive » Copycat Says:

    [...] Einen weiteren sehr detailreichen Artikel zu der ganzen studiVZ Thematik gibt es im Blog von Karsten Wenzlaff. [...]

  79. kasi Says:

    Nach dem Spiegel-Artikel gab es eine Reihe von positiven und negativen Kommentaren, die ich am Montag abend freischalte, da ich vorher noch in Russland unterwegs bin und nur gelegentlich Zugang zum Internet habe. Hier wird jedenfalls nichts zensiert oder geloescht, aber da auch eine Reihe an Fragen in den Kommentaren aufgerufen wurden, brauch ich etwas Zeit, um darauf zu antworten.

  80. kasi Says:

    @Hebbert: Ich weiß nicht, ob die StudiVZ-Leute rechts sind. Ich glaube, sie sind eher unpolitisch und etwas unbedarft und lassen zugunsten des Gruschel-Feelings gerne mal auch ein paar Deppen Gruppen und Profile einrichten, die man eigentlich sofort löschen müsste.
    Ehssan Dariani kann privat machen, was er will. Meine Kritik richtet sich auch eher an die Methoden von StudiVZ und nicht an ihm persönlich, weil sich bei ihm relativ viel Kreativität mit Naivitität und Geltungssucht zusammen mixt – eigentlich eine ideale Voraussetzung zum Bloggen ;-)

    @Peter, ja du hast recht, das müsste man stärker trennen, war mir an der Stelle aber nicht möglich. Neid ist da jedenfalls keines da, ich erkenne ja an, dass die Verhandlungsführung zumindest kurzfristig dazu geführt hat, dass sie jetzt jemanden haben, der das Projekt starten kann. Was dabei herauskommt, bleibt abzuwarten.

  81. qewfew Says:

    Ehssan macht eine primitive Einladung im Nazi-Stil und demzufolge sind alle StudiVZ-Leute gleich Nazis? ;)

    Ich denke eher sie sind tolerant wie sonst kein Deutscher und genau deswegen löschen sie eben nicht gleich jedes Profil, weil es ev. politisch unkorrekt sein könnte usw.

    Aber egal was StudiVZ macht, Ihr findet immer etwas zu Meckern. Da bin ich mir sicher.

    Das mehrere Hunderttausend Leute Ihren Spaß in der Community haben, interessiert natürlich nicht.

    Aber so sind sie halt die Leute: Meckern ist immer einfacher als selber sowas auf die Beine zu stellen. Und Erfolg wird in Deutschland ja generell mit Neid bedacht.

  82. kasi Says:

    Ein paar Anmerkungen: Christoph Fahle hat mich gebeten, klar zu stellen, dass aus der Politikfabrik er als einziger überhaupt in Gespräch mit StudiVZ war und sich dieses Gespräch auf wenige Sekunden eines Handygesprächs bezog.

    Jemand aus dem Umkreis von SchülerCC schrieb mir:

    …ich beziehe mich da in aller Kürze auf den folgenden Ausschnitt:
    “Ob Oliver SKopjec vom YAEZ-Verlag, der bei diesen Verhandlungen am Schluss dabei war, ebenfalls zugesagt hat, kann ich nicht beurteilen. Ebensowenig, ob die YAEZ-Leute oder die SchülerCC Leute Vereinbarungen getroffen habe. Für die SchülerRG kann ich relativ sicher ausschließen, dass es Vereinbarungen mit StudiVZ gab.”

    Dazu kann ich sagen, NEIN SchülerCC hat keinerlei Vereinbarungen mit StudiVZ getroffen.MfG…

    Ich erhielt außerdem diesen interessanten Linkhinweis:
    http://www.sticksucker.de/2007/02/06/hmmm-die-schwemme-der-vzs/
    Der Hinweisgeber bemerkte, dass unter anderem ÄrzteVZ.de und AerzteVZ.de auf die StudiVZ Ltd. eingetragen sind.

  83. Werden die StudiVZler bald auf die Straße gesetzt?! - Sajonara.de - Internetmagazin Says:

    [...] sucht er seine Contenance, ist sein Dilletantismus zuletzt böse entlarvt worden. Korrektur, der D. wurde nur noch ein Mal aufgezeigt. Immerhin gab es schon vorher genug [...]

  84. IchMirMich » Neues aus m Webzwonull Says:

    [...] ist ein Social Network für Schüler. Sehr interessant, da StudiVZ ja ähnliches plant und in den letzten Wochen auch Gespräche mit diversen Gründern solcher Schülernetzwerke geführt [...]

  85. Björn Says:

    Bis jetzt habt ihr immer von so genannten Sparten-VZ´s berichtet, was haltet ihr von der Abkehr hin zu gesamten Social-Networks so wie freundevz.de?

    LG
    Björn

  86. Upupu Says:

    Bald kommt ne OpenSource-SW für VZs und dann gibt es ein MetaVZ (Domain ist übrigens noch zu haben, ich wollte sie nicht!) in dem jede Randgruppe ihren Schmubäh treiben kann.

  87. Werbeblogger - Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » Kinder, Kohle und Kommerz. Says:

    [...] der StudiVZ zu betrachten, die als nächste strategische Ziel- und Konsumentengruppe die Schüler im Auge [...]

  88. internetszene.com » Archiv » Millionenmarkt Schüler? studiVZ präsentiert neue Plattform Says:

    [...] Die Plattform richtet sich an Schüler ab 12 Jahren. Die Mitgliedschaft ist, wie bei studiVZ kostenlos, setzt aber die Einladung durch ein aktives Mitglied voraus. Für den Aufbau dieser Schüler-Community stellt die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck angeblich rund eine Million Euro zur Verfügung stellen. Gründer Ehssan Dariani ist laut eigener Pressemitteilung davon überzeugt, dass die Schüler mit den selben Funktionen, die studiVZ zu einem Erfolg gemacht haben, richtig bedient werden können. Bleibt abzuwarten, ob gesagt werden kann: Klonen, kann sich lohnen!? Mit diesem Vorhaben steht schuelerVZ allerdings nicht alleine da. Es kann von einem halben Duzend Rivalen in Deutschland gesprochen werden: Mystubz.com, schuelerprofile.de, schueler.cc, schuelerrg.de, young.de; Eine detailiertere Auflistung gibt’s hier und hier. [...]

  89. Kasi-Blog » Blog Archive » Jetzt sind die Schüler dran Says:

    [...] aber keinerlei Hinweise darauf, wer wirklich hinter SchülerVZ steckt – same old intransparency as every [...]

  90. YAMB.BETA² » SchuelerVZ: Juchuu, endlich Alpha! Says:

    [...] kam, wie es kommen musste. Durch ein klein wenig Druck und nicht zuletzt auch bedingt durch die Projekte von – im Schülergeschäft [...]

  91. YAMB.BETA² » StudiSchuelerVZ: Expansionspläne, Blamieren & Kassieren Says:

    [...] Die komplette Geschichte gibt es bei Karsten Wenzlaff. Nehmt euch Zeit und ein Beissholz, ihr werdet beides brauchen: Bei den angepeilten Erfolgszahlen bei Schülern wurde allerdings am meisten geflunkert, als man Holtzbrinck versuchte, für die Übernahme zu begeistern. 1 Million Schüler will man im nächsten Jahr mit einer auf StudiVZ-basierenden Plattform SchülerVZ erreichen, erzählt Ehssan in Gesprächen mit Partnern. […] In diesen Verhandlungen […] war Ehssan sichtlich nervös. Er kannte weder den Markt noch seine Konkurrenten, hatte keine Ahnung von Schülermarketing und wußte nicht, dass sich alle Beteiligten schon längst abgesprochen hatten. […] In diesen Gesprächen zeigte sich auch sein besonderes Verhältnis zu den Medien. Journalisten wären ja eh nur Stümper und hätten keine Ahnung, meint er in Gesprächen zum Schülernetz. Er hätte die Medien jetzt voll im Griff und die paar Blogger sind nicht wirklich wichtig. [...]

  92. Elmi Says:

    Was ich an diesen seltsamen VZs am wenigsten verstehe: was ist der Sinn dahinter? Ich meine außer Selbstdarstellung? Ich habe mich mal spaßenshalber angemeldet um mich dort ein wenig umzusehen und keinen tieferen Sinn gefunden – vielleicht habe ich ja auch nur falsch gesucht, schließlich habe ich irgend etwas entdecken wollen, was man produktiv nutzen kann.

    Elmi

    PS: hat eigentlich jemand eine Idee oder Information, was das da unter http://www.myprojectlog.net werden könnte? Da bin ich bei meinen StudiVZ-Recherchen drauf gestoßen. Irgend wie klingt das ein wenig, als wenn dort “Community” und “produktiv” unter einen Hut kommen könnten.

  93. personal journal » Gegen das schülerVZ Says:

    [...] mehr lesen möchte, dem kann ich zB diesen Link [...]

  94. Musikroll » Link Tipp: SchuelerVZ.net - Das Original Says:

    [...] sehr interessanten Beitrag zu Studivz und SchuelerVZ gibt es übrigens hier, sehr kritisch und [...]

  95. Brian Schlede Says:

    Servus,
    habe das meiste aus Interesse gelesen und mein einziger Beitrag dazu ist folgendes Zitat aus “Die Zeit” vom 08.02.2007:

    “Das Portal hat 1,3 Millionen aktive Nutzer und gehört laut Urban zu den Internetseiten mit der höchsten Anziehungskraft. »Die Hälfte der registrierten Mitglieder hat die Seite in den vergangenen 24 Stunden besucht, pro Woche sind es 80 Prozent.« “

  96. sammy Says:

    @Biran Schlede: Die Zeit ist eine der Zeitschriften von Holtzbrinck. Vielleicht leuchtet dir dann einiges ein? :)

    @ Karten Wenzlaff: Genialer Artikel. Ich find, er beschriebt ziehmlich gut das momentane Bild. Ich selbst bin hin und wieder bei kleineren (meist Hannoverschen) Communities in beratender Form tätig und habe auch in der jüngeren Generation der Schüler immer wieder rausgehört, dass es ja schon genug Communities gibt und eigentlich kein Intresse in dem Bereich besteht. Hingegen krieg ich immer wieder von Studenten mit, dass StudiVZ für sie dann doch ganz Intressant ist um darüber Kontakt mit Mitstudenten aufzunehmen und Arbeitsgruppen zu erstellen (natürlich dann nicht über StudiVZ sondern eher im realen leben, aber der Kontaktaufbau über StudiVZ ist dann doch beliebt).

    Wenn es tatsächlich eine Schüler-Community wie SchülerVZ schaffen will, muss da schon einiges geboten werden. Mehr als das bisschen rumgeflirte. Eine Idee wär zum Beispiel die Plattform zu bieten, um sich auf Abitur-Klausuren vorzubereiten. Gemeinsam und in großen Gruppen, da viele Länder ja ein Zentral-Abitur haben und alle im Endeffekt das selbe gemacht haben müssen…
    Da habe ich genug Ideen, leider nur nicht den Elan, die Zeit und das Geld sowie eine Perspektivlosigkeit um sowas aufzubauen..

  97. sammys wundersame welt des wahnsinns » Blog Archive » Die perfekte Community? Says:

    [...] Ich habe mich grad mal wieder mit Communities beschäftigt. Auf das Thema grade jetzt bin ich bei der Diskussion um/über StudiVZ und deren skanalöses Auftreten vom Management und Umfeld. Zu dem Thema gibts einen brillianten Artikel von Kartsen Wenzlaff. [...]

  98. U. Says:

    So, das MetaSocialVZ gibt es auch schon: http://www.ning.com/

    Jetzt brauchen wir nurmehr so findiger, innovative copycatler wie die Jungs von StudiVZ und wir haben’s auch auf deutsch!

  99. kasi Says:

    Das hatte ich schon hier beschrieben: Ning and Mrs Facebook

  100. Kasi-Blog » Blog Archive » Neuigkeiten aus dem SchülerVZ Says:

    [...] Vor einigen Tagen hörte ich noch, dass StudiVZ wie verrrückt neue Mitarbeiter für das SchülerVZ sucht und dass Christian Beilborn ganz aktiv an der Suche beteiligt [...]

  101. Ein Sozialdemokrat der den Neoliberalismus befürwortet?! - Sajonara.de - Internetmagazin Says:

    [...] der vernetzten Gemeinschaft argumentieren wollen würde, so täte ich ihm vorschlagen, sich die Alternativen zum SchülerVZ anzusehen. Es gibt durchaus [...]

  102. Brian Schlede Says:

    @sammy:
    Ist mir bekannt. Glaubst Du etwa die veröffentlichen Falschinformationen?

  103. Schmerzgrenze bei Dariani offenbar erreicht - Sajonara.de - Internetmagazin Says:

    [...] stellen”. Das nenne ich eine besonders dicke Lippe. Karsten Wenzlaff hatte im Kontext der Einführung von SchülerVZ schon angedeutet, wie wenig fundiert die Aussagen eines E. D. auf Beteiligte [...]

  104. sammy Says:

    @ Brian: Wie gesgat, Die Zeit hängt mit StudiVZ zusammen… da liegt es doch nahe, dass die sich auch gegenseitig pushen… oder?

  105. comi Says:

    Hallo,
    mir hat der Artikel wirklich gut gefallen (bezüglich des Schreibstils). Ob die darin genannten Daten nun korrekt oder Fiktion sind vermag ich nicht zu beuarteilen. Ich möchte lediglich loswerden, dass sich viele Nutzer von studiVZ (vermutlich mehr als alle meinen) einfach freuen “immer noch” alte Bekannte wiederzufinden und es ist ihnen völlig egal, was im Hintergrund getrieben wird.
    Wißt ihr von allen Communities, bei denen ihr angemeldet seid, was in der Chefetage läuft? Nein! Es interessiert auch gar nicht, da es für euch den Zweck erfüllt.
    Ich möchte studiVZ weder in Schutz nehmen, noch anklagen, aber hört doch mal mit diesem neidvollen Rumgehacke auf ein gut laufendes Projekt auf. Und das es gut läuft mag wohl niemand bestreiten, auch wenn die Anmelde-Welle vorüber ist und stagniert. Was stagniert nicht alles in Deutschland und wirft eine Dividende ab, von dem der “einfach Arbeiter” nur träumen kann.

    Ich fände es super, wenn alle Beteiligten mal wieder auf den Boden kommen. Die studiVZ’s nicht mehr gegen Andere und die Anderen nicht mehr gegen studiVZ wettern.

    Soviel von einem Harmonie bedürftigen =)

  106. StudiVZ - SchülerVZ - und ein noch mehr ||| Handelskraft ||| Says:

    [...] kompletten Artikel: Hier! Hinzufügen: del.icio.us | digg | technorati | yahoo | yigg | wong | [...]

  107. wasd Says:

    kann mich nur anschließen gut geschriebener Artikel auch wenn man die Daten nicht überprüfen kann.

    @ comi gut laufendes Projekt?
    ,…ne kopie is das und nix anderes

  108. Foli Says:

    Moin,

    die Annahmen die im Artikel getroffen wurden, sind zum Teil leider nicht mehr richtig. StudiVZ hat weit über 2 Millionen Nutzer und daher ist nicht alles Gold was glänzt. Sonst netter Blog.

  109. Fritten Says:

    Technische Fehler glänzen momentan wie Gold in der SchülerVZ..
    Edelgruppen sollten als Marketingstrategie aufgenommen werden, doch ist dies durch einen zuleichten Fehler nicht möglich.
    Die “rechte” & “linke” Szene rekrutiert, diskutiert und debattiert bereits ohne jegliche Zensur über Themen die in der Altersgruppe besser ungesprochen bleiben sollten und die Meldefunktion für Gruppen & Personen scheint entweder nicht mit dem Support verbunden zu sein oder wird nicht ausreichend genug behandelt.

    Die Blase Schülercommunity ist bereits zu dem Zeitpunkt geplatzt, als Universitäten angefangen haben sich untereinander zu vernetzen.

  110. Kasi-Blog » Blog Archive » StudiVZ macht alles richtig. Says:

    [...] Presse hat StudiVZ ganz doll lieb. Sie weiß gar nicht, was los ist. Dafür habt Ihr ja die besten Mitarbeiter eingekauft, die gerade mit viel Geld sich Jugendmedien zusammen kaufen und damit all Eure Probleme [...]

  111. Kasi-Blog » Blog Archive » StudiVZ and School Students Says:

    [...] my english readers: the article on School Students and the StudiVZ articles summarizes the recent developments in that field. In [...]

  112. David Doernbach Says:

    SchülerVZ: Aktuell 2 Mio. Mitglieder :)

  113. … « optional Says:

    [...] Hm, hab ich da nicht gerade was von StudiVZ gelesen? Interessant. Das soll sich wohl alles [...]

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