Wahlrecht für Kinder? – Eine Rezensions von Mike Weimanns Streitschrift über die generelle Senkung des Wahlalters
Posted in kasi-blog on Juli 26th, 2003. Tags: Papers of Karsten Wenzlaff, voting age, youth politics.Artikel aus der Zeitschrift Excess des Bundesjugendwerks der Arbeiterwohlfahrt.
Wenn Kinder wählen könnten, würden die Parteien Gummibärchen verschenken.” “Kinder sind zu dumm zum Wählen.” “Kinder würden die ‚falsche’ Partei wählen.” “Kinder sind bestechlich.” “Die Kinder wollen gar nicht wählen” und “Was soll dabei herauskommen? Dass Schokolade gratis ist?” So würden die meisten wohl reagieren, wenn sie zum ersten Mal mit der Forderung nach einer Senkung des Wahlalters konfrontiert würden. Das Wahlrecht für Alle, oder anders formuliert: Wahlalter Null, ist in seiner Konzeption und seinen Folgen sehr weitgehend und stößt bei vielen erst mal auf Unverständnis.
Im Beltz-Verlag ist nun eine Streitschrift von Mike Weimann zu diesem Thema erschienen. Der Autor, der lange bei den Kinderrächtszänkern (KRÄTZÄ) in Berlin arbeitete, geht in seinem Buch “Wahlrecht für Kinder” auf diese Argumente ein und schafft es, diese Argumente weitestgehend zu entkräften. Wer Kinder für zu dumm oder zu unreif zum Wählen hält, dem entgegnet er, dass niemand seine Wahlentscheidung begründen muss. “Wahlen sind gerecht, wenn alle wählen können – nur bei Kindern wird von Reife geredet und sie müss(t)en ihre Wahl begründen. Das ist ungerecht!”, so Weimann. Read on, my friend »
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