iChange-Europe

Europa verändert sich. Verändere es mit! Heute startet #iChangeEurope – überparteilich, digital und mit Dir! http://t.co/Aa9OJMsvT5

Die Zukunft des Radio liegt im Smarten Kopfhörer

Wer gerade die Berichterstattung über die smarten Kopfhörer “The Dash” des Startups Bragi (zum Beispiel auf T3N) liest, der kommt nicht umhin, sich die Frage zu stellen, was für Audioinhalte auf solchen Smartheadphones abgespielt werden sollen?

Die Joggerin, die durch den Park läuft, möchte vielleicht ihre eigenen Playlist hören, aber vielleicht möchte sie auch einen Kanal hören, der ihr “Laufmusik” vorspielt, die sie noch nicht kennt. Der Tourist, der mit den Smartheadsets eine Stadt durchquert, möchte vielleicht Audioinhalte hören, die zu dem Ort passen, an dem er gerade ist. Die Konferenzbesucherin möchte vielleicht hören, was andere Konferenzbesucher gerade zu einem Thema zu sagen haben und möchte selber Audiocontent beisteuern.

Je leistungsfähiger, interaktiver, nutzerorientierter die Geräte werden, die wir täglich benutzen, desto mehr werden die Sender von Audio-Programmen sich darauf einstellen, weniger in den Äther zu senden, sondern mehr darauf zu hören, wo ihre Hörer gerade sind.

Ist Twitter die bessere Nachrichtenagentur? DataMinR sagt: Ja!

dataminrEin sehr spannender Artikel wurde heute auf TheVerge veröffentlicht, der aus meiner Sicht viel sagt darüber, wie stark datenbasierter Journalismus in Zukunft unsere Lesegewohnheiten revolutionieren wird:

Dataminr has now built a new tool tailored for journalists, chopping news up into different feeds and pinging reporters at their desks or via mobile app with alerts about breaking stories. It’s hoping to be able to alert news outlets to breaking news before they would get it otherwise, as the service claims it was able to do when detecting the death of Osama Bin Laden before any official outlets reported it.

Dies reiht sich ein in eine ganze Reihe von Twitter-basierten Analysetools, die hohe Investitionssummen erhalten haben. Insbesondere Frederik Fischer von Tame.it ist zu wünschen, dass der Erfolg von DataMinr auch Tame.it hilft, solche Tools zu vermarkten.

Zur Bundestagswahl hatte Tame.it schon mit der ZEIT zusammengearbeitet und ein Twitter-Monitoring-Widget gebastelt:

twitterzeittame

Warum Buzzfeed so schlecht ist…

Plagiarism, fehlende Artikelinhalte, unsinnige Klickstrecken, keine redaktionelle Prüfung – Maddox macht sich über Buzzfeed lustig und beschreibt nebenbei die größten Probleme von Listicles.

Lesenswert dazu auch:
Buzzfeed und exklusive Berichterstattung
Buzzfeed in Portugal
Schlechte Eigenschaften von Buzzfeed
Relevanz von Buzzfeed
Buzzfeed-Geschäftsmodelle
Buzzfeed in den Niederlanden
Buzzfeed in der Schweiz
Buzzfeed und Duolingo
Positives an Buzzfeed
Ausblick für Buzzfeed
Buzzfeed in Argentinien.

Das Monatsdossier im Januar 2014: “Medien- und Technologietrends 2014″ – Betreut durch Jens Best

Im Januar 2014 werden sich die Trendblogger mit den neuen Medien- und Technologietrends des Jahres beschäftigen. Sie werden einen Ausblick wagen, welche Gadgets und Tools relevant sein werden, was die digitale Gesellschaft beschäftigen wird oder welche neuen Medienformate 2014 eine wichtigere Rolle spielen werden.

Jens_Best

Foto: CC-BY-SA 3.0 Katja Ullrich http://www.wikimedia.de/wiki/Datei:Jens_Best.png

Unterstützt werden sie dabei von Jens Best. Jens ist Präsidiumsmitglied von Wikimedia Deutschland e.V. Der Politikwissenschaftler arbeitet als Freelancer mit verschiedenen Unternehmen, NGOs und Instituten, u.a. mit ikosom, dem Institut für Kommunikation in sozialen Medien. Er lehrt an verschiedenen Universitäten in den Medien- und Kulturwissenschaften Journalismus und den Politischen Wandel durch das Digitale. Als Netzaktivist wirkt er schwerpunktmässig in den Bereichen OpenData, OpenGov, Digital Public Sphere und der Förderung der digitalen Zivilgesellschaft (Partizipativer, kollaborativer und emanzipierender Nutzen des Web). Er publiziert über sein Blog, ist regelmäßiger Autor bei Carta und Fellow des Instituts für Medien- und Kommunikationspolitik.

Die Trendblogger haben auch ein paar Formatvorgaben erhalten:

  • Der Artikel soll sich auf ein Medientrend fokussieren.
  • Der Artikel sollte inkl. Teaser nicht mehr als 5 Absätze enthalten.
  • Nach Möglichkeit sollen Zitate und Links zu anderen Blogs eingebunden werden.
  • Wenn ein Bild verwendet wird, dann ein Bild, dass unter einer Creative Commons Lizenz im Netz verfügbar ist.

So sieht unser Redaktionszeitplan aus:

  • Bis zum 10. Januar sollten die Artikelideen feststehen.
  • Am 11. Januar um 15 Uhr machen wir eine kurze 30 minütige Redaktionskonferenz, wo Jens uns kurz etwas zum Thema Creative Commons und Bilderverwendung erzählen wird. Im Anschluss gehen wir die Artikelideen durch.
  • Bis zum 15. Januar soll die Textversion der Artikel bei Jens sein.
  • Bis zum 19. Januar sollen die Artikel veröffentlicht sein.
  • Ab dem 19. Januar werden die Artikel dann fleissig von allen diskutiert, kommentiert und geteilt.

Das Monatsthema für Januar 2014 ist nur der Auftakt für weitere spannende Dossiers. Hier sind schon mal die Überlegungen für die nächsten Themen:

  • Februar 2014: Transmedia-Formate
  • März 2014: Medien und Wahlen (mit Special zu den Europawahlen)
  • April 2014: Gott und Technologie – Medientrends rund um die Religion
  • Mai 2014: The Future of Radio

Wir würden uns über drei Sachen freuen:

  1. Welche Medientrends 2014 sollten die Trendblogger im Januar bearbeiten?
  2. Welche Themendossiers würdet ihr empfehlen?
  3. Welche Referenten sollten die Trendblogger begleiten?

Bitte kommentiert hier beim Artikel!

Update: Die ersten Artikel wurden schon veröffentlicht:

Redaktionssitzung im Januar mit Julian Heck zum Thema Hyperlocal Journalism

Julian Heck PorträtAm 5. Januar 2014 um 15 Uhr (MEZ) findet die erste Redaktionssitzung der Trendblogger statt. Begleitet wird die Redaktionssitzung von Julian Heck, der schon im Dezember uns für ein Interview zur Verfügung stand. Er hat die Trendblogger im Dezember 2013 bei ihren Ausflügen in den “hyperlocal journalism” begleitet und davon auch auf seinem Blog Lokalblogger.de berichtet.

An der Redaktionssitzung kann jeder teilnehmen. Sie gliedert sich ungefähr so:

  1. Blattkritik zu den Artikel im Monat Dezember 2013
  2. Evaluation des Trendblogger-Projekts
  3. Planung des Monatsthemas für Januar 2014

Teilnehmen kann man einfach über diesen Link: https://proj.adobeconnect.com/_a789908106/trendblogger. Das Monatsthema im Januar wird sein: “Medien- und Technologietrends 2014″. Im Dezember war das Monatsthema “Hyperlocal Journalism“. Hier die wichtigsten Artikel:

Ein Asteroid zerstört die Erde…so berichten die Medien drüber

How_The_Media_Will_Report_The_Apocalypse_-_2013-12-19_00.34.37Sehr schönes Listicle und gleichzeitig Medienkritik – so berichten New York Times, Guardian, Instagram und Twitter über das Ende der Welt, die Zombies und die Asteroiden. CCN ist neutral und lässt sogar die Zombies zu Wort kommen.

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Ulrike Langer im Interview zur deutschen und amerikanischen Lokalblogger-Szene

Lokalblogger-Logo

In Deutschland wächst die Szene der hyperlokalen Blogs stetig, aber die Kollegen in den USA haben ihnen schon einiges voraus. Lokalblogger sollten sich professionalisieren, unternehmerischer denken und Kooperationen mit etablierten Medien eingehen. Außerdem sei die Rolle der Community nicht zu unterschätzen. Das meint die freie Medienjournalistin Ulrike Langer im Interview mit Julian Heck, der das Portal Lokalblogger.de betreibt.

Zum vollständigen Interview bitte HIER entlang.

Hyperlocal Journalism: “Nichts ist zu klein” – Interview mit Julian Heck (@lokalblogger)

Julian Heck PorträtIm Dezember wird Julian Heck das Dossier “Hyperlocal Journalism” mit den Trendbloggern bearbeiten. Julian Heck ist Politikwissenschaft-Student und Journalist. Er betreibt das hyperlokale Blog weiterstadtnetz.de und bloggt thematisch passend auf lokalblogger.de. Seit November 2013 ist er Autor bei den Netzpiloten. Neben weiteren journalistischen Tätigkeiten ist er als Dozent bei der Friedrich-Ebert-Stiftung und im Institut für Kommunikation in sozialen Medien in den Bereichen Journalismus und Crowdfunding tätig. In diesem Jahr gehört er zu den “Top 30 bis 30″, die das Medium Magazin jährlich benennt. Auf Twitter ist er unter @julianheck und @lokalblogger zu finden. Wir haben ihn vorab gefragt, welche Zukunftschancen Hyperlocal Journalism hat.

Was ist für Dich Hyperlocal Journalism?

Hyperlokaler Journalismus ist für mich zunächst mal die Berichterstattung bis ins kleinste geografische Gebiet, also zum Beispiel eine kleine Stadt, ein Stadtteil und einzelne Straßen. Der Blick richtet sich bei dieser Form des Journalismus also auf so ziemlich alles, was die Menschen in ihrer nahen Umgebung bewegt – ganz nach dem Motto: nichts ist zu klein, um darüber zu berichten. Von hyperlokalen Blogs beziehungsweise Lokalblogs, hyperlokalen Online-Zeitungen oder Online-Magazinen – der Begriff ist für mich zweitrangig – spricht man meist, wenn sie sich ausschließlich auf dieses kleine Gebiet fokussieren. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass große regionale Tageszeitungen hyperlokalen Journalismus betreiben und nach “ganz unten” schauen. Sie tun es bloß nicht, weil es zu teuer ist.

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.@dieTrendblogger Redaktionssitzung mit Ulrike Langer (@medialdigital und @ulrikelanger)

Am Samstag, den 30 November um 15 Uhr (MEZ) wird Ulrike Langer bei der Redaktionssitzung dabei sein. Die Redaktionssitzung findet statt am Samstag, den 30. November 2013 um 15 Uhr. Einloggen kann sich jeder über unser Adobe-Connect-Tool: proj.adobeconnect.com/trendblogger – einfach als Gast anmelden. In der Blattkritik geht es vor allem um die Artikel im Dossier “Feminismus, Queer- und Genderblogs.

ulrikelangerUlrike Langer ist wohl Deutschlands bekannteste freie Journalistin und betreibt das Blog www.medialdigital.de wo sie über digitale Medieninnovationen berichtet. Seit Juli 2011 lebt sie in Seattle. Bei medialdigital schreibt sie regelmäßig über Neues, Interessantes und Seltsames aus der digitalen Medienszene und vom digitalen Medienwandel, außerdem ist sie Autorin bei einer Reihe von Fachzeitschriften, u.a. die Journalistenzeitschrift mediummagazin und die Marketing-Fachzeitschrift Horizont.

Das Thema des nächsten Monats ist Hyperlocal Journalism. Betreut wird dies von Julian Heck vom Blog lokalblogger.de.

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Der neue Marketing-Trend: Männer in Frauenposen

Immer wieder finden sich im Netz Listicles, wo Fotos gezeigt werden, die Männer und Frauen beim Tausch ihrer “Geschlechterrollen” gezeigt werden. Vor ein paar Jahren begann es mit den Men-Ups, in denen Männer die Posen von Pin-Up-Frauen einnahmen.

menups_flickrDanach kam die Arbeit der kanadischen Fotografin Hana Pesut, die mit ihrem Projekt “Switcheroo” Paare erst in ihrer “normalen” Kleidung ablichtete, und dann die Kleidungsstücke vertauschte.

switcheroo_screenshotDen Abschluss machte jetzt die Firma MotoCorsa, die Ducati-Motorräder verkaufte und mit ihrem Projekt “Manigale” Männer auf Motorrädern ablichtete.

manigalescreenshot

Während man bei den ersten beiden Projekten immer noch sagen könnte, die Darstellung von Frauen in Zeitschriften oder die seltsamen Kategorien von Mode zu thematisieren, so ist der Motorrad-Katalog wohl ein reines Marketing-Instrument, oder?

Die Reaktion, die ich am meisten im Netz beobachte, ist dann meistens: “Ach, da sieht man mal wieder, Männer taugen nicht als sexy Models, Frauen können das besser.” Ist so eine Reaktion erwünscht?

Lila Blogroll – Feministische Blogs, Queer-Blogs, Gender-Blogs in den Ländern der Trendblogger

In diesem Monat schreiben die Trendblogger_innen über die Themen Feminismus, Queer, Gender – warum erklärt Heng ganz gut. Wer seine/ihre Blogroll vervollständigen möchte, erhält hier ein paar Lesehinweise:

Argentinien

Belgien

  • Belgien ist ein kleines Land. Dennoch hat die feministische Blogosphäre einiges zu bieten. Den Anfang machte im Oktober 2008 das niederländischsprachige Blog “De Tweede Sekse”.  Hier schreiben belgische Feministinnen über Musik, Gewalt, (Anti-)Rassismus, Pornokultur oder ihre eigenen alltäglichen Erfahrungen. “De Tweede Sekse” liefert auch erste Einblicke in die feministische Theorie und in die verschiedenen feministischen Strömungen.
  • “Feministisch en Links” – kurz FEL – ist eine feministische Aktionsgruppe aus Gent und Umgebung. Auf ihrer Seite informieren sie über ihre Workshops, Lesungen oder Filmabende und bloggen über aktuelle feministische Themen wie die Prostitutionsdebatte, Femen oder Frauenbeschneidung.
  • An Studenten und Forscher richtet sich das “Feministische blog”. Viele der Autor_innen arbeiten in der Wissenschaft und beschäftigen sich beruflich mit Feminismus wie Gender Studies. Das Blog schlägt die Brücke zur Praxis, die Leser_innen werden informiert über viele Veranstaltungen, Debatten, kulturelle Themen und können Links zu interessanten Artikeln folgen.

Frankreich

  • http://www.pantheresroses.org/ - Im Jahr 2002 sind die Panthères Roses als eine Antwort auf die neue Rechte, die sich durch die damaligen Wahlen und das vorkämpfen von Le Pen bis in die zweite Runde der Präsidentschaftswahlen ergeben hat, entstanden und beziehen sich auf feministischen Materialismus, Antirassismus, Antikapitalismus und radikalen Lesbialismus.
  • http://www.labarbelabarbe.org/La_Barbe/Accueil.html - Die Gruppe beruft sich auf ein dreifaches Erbe: feministisch, lesbisch, künstlerisch! und findet sich in der Mitte, zwischen dem Collectif National pour les Droits des Femmes sowie der Queer-Bewegung wieder.

Island

  • http://totalqualitywomen.blogspot.ch/ : Die beiden Bloggerinnen Jasmine
    und Evelyne wollen mit Ihrem Blog besonders auf schweizspezifische
    Themen aufmerksam machen, die in den anderen deutschsprachigen
    feministischen Blogs oft zu kurz kommen.

Portugal

Schweden

Schweiz

  • http://totalqualitywomen.blogspot.ch/ : Die beiden Bloggerinnen Jasmine
    und Evelyne wollen mit Ihrem Blog besonders auf schweizspezifische
    Themen aufmerksam machen, die in den anderen deutschsprachigen
    feministischen Blogs oft zu kurz kommen.
  • http://siekamundblieb.blogspot.ch/: Der Name ist ein Buchtitel Simone de
    Beauvoirs – Hier bloggt ein feministisches Kollektiv aus Bern.

USA

Australien

  • samesame.com.au – lesbian/gay news, community, forum
  • feminaust.org – feministisches australisches Blog und Hub für Austausch
  • thatssogay.com.au – Website des unglaublich engargierten Daniel Witthaus und seiner Kampagne “Beyond ‘That’s So Gay’”

UK

ErMag.de – Brauchen wir ein Magazin für das männliche Selbstverständnis?

ermagEs gibt viele Männermagazine zu kaufen und im Netz, aber 14 Journalist_innen der Konrad-Adenauer-Stiftung haben es sich zur Aufgabe gemacht, das männliche Selbstverständnis zu hinterfragen und das ganze auf www.ermag.de zu veröffentlichen:

Die Journalisten-Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung hat sich in den Dschungel des deutschen Mannes begeben und stellt die Gewächse auf dieser Website vor.

14 Teilnehmer haben unter der Leitung eines 6-köpfigen Trainerteams in Hamburg im August 2013 die multimedialen Beiträge produziert. Sie haben sich die Frage gestellt: „Was heißt es heute eigentlich, ein Mann zu sein?” Die Antwort darauf hat sich die Redaktion ehrlich gesagt einfacher vorgestellt. Während der Recherche wurde deutlich: Den großen Essay zum neuen Männerbild wird niemand schreiben können. Denn die typische Rolle gibt es nicht mehr. Das Bild setzt sich aus vielen kleinen Mosaiksteinen zusammen, die in jedem Beitrag enthalten sind.

Einen Schwerpunkt bildet dabei die gesellschaftlich intensiv diskutierte Frage, welche Aufgaben Väter heute wahrnehmen sollten. Die Popkultur prägt ihre öffentliche Wahrnehmung seit Jahrzehnten in unzähligen TV-Serien, wie der Beitrag „Nicht die Mama“ zeigt. Aber wie sehen Väter sich heute selber? Und vor allem: Gibt es dabei kulturelle Unterschiede? Sechs Väter verschiedener Nationalität geben aufschlussreiche Antworten über ihr Selbstverständnis, in „Papa, Baba, Père, Pedar“. Sind in Deutschland die Väter denn familienorientierter geworden? Auf den ersten Blick schon: Immer mehr von ihnen nehmen Elternzeit. Warum die meisten aber nur zwei Monate zuhause bleiben und wie vereinbar Beruf und Familie für sie wirklich sind, steht hier: „Unternehmen: Familienfreundlichkeit“. Kümmert sich die Politik denn ausreichend um Männerangelegenheiten? Nein, behauptet zumindest der Männerrechtler Andreas Kraußer, in „Das schwache Geschlecht“. Vielleicht findet er im Wahl-o-mat zur Frage „Welche Partei macht Ihre Männerpolitik?“ aber doch ein paar überzeugende Antworten.

Alles andere als schwach präsentieren sich die Kämpfer im Käfig bei „Mixed Martial Arts“. Einer der Hamburger Champions – „Der Krieger“ – ist davon überzeugt, dass diese Faszination die Männer wieder männlich werden lässt. Weniger martialisch ist die Anstrengung im Fitnessbereich, für die sich immer mehr Deutsche begeistern. Gerade bei den Männern hat sich das Bild entscheidend gewandelt: Was mit Bodybuilding im Stile Arnold Schwarzeneggers begann, ist längst zum Breitensport geworden, inklusive „Pumpen im Park“. Bis zum Wahn ist der Weg dann nicht mehr allzu weit. Ebenfalls immer populärer wird bei Männern das Kochen – sie gründen sogar eigene Clubs dafür, wie in „Der Club der harten Köche“ nachzulesen ist. Vielleicht ist der nächste Trend dann, dass wieder mehr „Männer in Strumpfhosen“ herumlaufen. Bis zum 17. Jahrhundert war das nichts Ungewöhnliches. Und Crossdresser wie Jürgen ärgern sich heute, dass sie beim Kleidungskauf in der Frauenabteilung schief angeschaut werden.

Auch die weiteren Beiträge auf dieser Website zeigen, wie viel sich gesellschaftlich verändert: Die Musiker von „Truck Stop“ schieben heute Kinderwagen („Cowboys – die besseren Männer?“); bei Online-Flirt-Portalen legen sich Männer immer häufiger in den virtuellen Einkaufskorb der Frauen („Was Frauen wollen …“); die wachsende Toleranz für Homosexuelle macht jungen Schwulen Hoffnung, bringt sie aber auch in Konflikt mit Familie und Religion („Willkommen in Sodom und Gomorrha“); für Intersexuelle ist es zwar weiterhin nicht leicht, „Anders als die Anderen“ zu sein – sie können ihr drittes Geschlecht aber nun eintragen lassen; und Ärzte, die immer mehr Männer mit Depressionen behandeln müssen, versuchen diese „Männerleiden“ zu enttabuisieren.

Visuell ist die Seite auf jeden Fall sehr gut gelungen – und es sind auch einige sehr spannende Artikel dabei. Aber schade ist, dass das Projekt nur temporär ist und nicht wie die Mädchenmannschaft als dauerhaftes Blog sich etablieren kann.

#PraiseFox – Stephen Colbert (@stephenathome) macht ein Mashup aus @foxnews und @RottenTomatoes‎

realhumanpraiseDie Mitarbeiter von FoxNews wurden bezahlt, besonders schöne, Fox lobenden Kommentare auf ihren eigenen Blogs zu hinterlassen, aber als anonyme Internet-Benutzer, berichtet mediamatters und salon.com:

On the blogs, the fight was particularly fierce. Fox PR staffers were expected to counter not just negative and even neutral blog postings but the anti-Fox comments beneath them. One former staffer recalled using twenty different aliases to post pro-Fox rants. Another had one hundred. Several employees had to acquire a cell phone thumb drive to provide a wireless broadband connection that could not be traced back to a Fox News or News Corp account. Another used an AOL dial-up connection, even in the age of widespread broadband access, on the rationale it would be harder to pinpoint its origins.

Der Comedian Stephen Colbert hat darauf hin einen eigenen Twitter-Account @realHumanPraise ins Leben gerufen, der Movie Reviews aus Rotten Tomatoes mit Fox News Moderatoren kombiniert und alle 2 Minuten ein Mashup twittert, mittlerweile an über 35000 Follower.

 

Redaktionssitzung im November mit Nadia Shehadeh von der Mädchenmannschaft

Am Dienstag, den 5. November 2013 findet die nächste Redaktionssitzung der Trendblogger statt. Treffpunkt ist um 15 Uhr unsere virtueller Redaktionsraum: proj.adobeconnect.com/trendblogger.

IMG_20131011_190920Referentin ist diesmal Nadia Shehadeh. Sie stammt aus Gütersloh, hat ein Soziologie-Studium in Bielefeld absolviert und ist danach tätig im Weiterbildungssektor (u.a. als Trainerin und Coach). Außerdem ist sie Bloggerin bei maedchenmannschaft.net und shehadistan.com. Darüberhinaus ist Nadia Shehadeh Aktivistin (u.a. für Bühnenwatch).

Das Thema im Monat Oktober ist “Feminismus-, Queer – und Genderblogging”. Wir freuen uns sehr!

Was bloggten die Trendblogger zum Thema Listicles? Eine kleine Liste…

In diesem Monat das Thema “Listicles” diskutiert, die Gründe dazu hatte ich schon mal erläutert. Sehr spannende Artikel wurden dazu geschrieben:

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Wie wird man zum Listenblogger?

Mein Kollege Wolfgang Gumpelmaier ist ein typischer Listenblogger, so denkt er zumindestens:

Was heißt das? Er bloggt seine Lieblingslinks der Woche, seine Lieblingscrowdfunding-Projekte, seine Bookmarks und immer wieder spannende Tools. Vor einigen Wochen bat ich ihn mal, mir zu erklären, wie er aus Twitter seine Bookmarks und damit seine Blogposts generiert und er hat das sehr schnell gemacht:

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Warum sich die Trendblogger im Oktober mit Listicles beschäftigen…

Im Oktober wird es um Listicles gehen, d.h. die Trendblogger werden jeweils einen ihrer Artikel aus ihren Ländern dazu schreiben. Hier sind die Gründe dazu:

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Redaktionssitzung zum Thema Privacy am 7. Oktober 2013 mit Niels Fallenbeck

Die nächste Redaktionssitzung findet am 7. Oktober 2013 mit Niels Fallenbeck statt. Thema der Redaktionssitzung sind die Privacy-Artikel aus dem September.

nielsNiels Fallenbeck hat Informatik studiert und im Bereich Virtualisierung und Cloud Computing promoviert. Seitdem arbeitet er bei der Fraunhofer Forschungseinrichtung für Angewandte und Integrierte Sicherheit AISEC und ist für Projekte im Bereich Cloud Computing zuständig. Er leitet dort das Cloud Sicherheitslabor und das Cloud Competence Center for Security (c4s). Weiterhin ist er Gründungs- und Vorstandsmitglied des German Chapters der Cloud Security Alliance (CSA). Er ist Autor zahlreicher Fachartikel im Bereich IT-Sicherheit und hält Vorträge und Keynotes zu diesem Thema.
Privat bloggt er seit mehr als zehn Jahren, seit 2013 schreibt er für das Blog Deus ex Machina der FAZ. Zwischendurch fährt er Rad.

Wer dazukommen möchte, kann sich einfach hier einloggen: proj.adobeconnect.com/trendblogger

Edward Snowden vs. NSA: “Versteck Dich, traue keiner kommerziellen Kryptosoftware, speichere sensible Daten nur auf internetlosen Computern”

Der englische Guardian und seine Reporter hatten schon einiges zu tun, seitdem sie die Dokumente der NSA-Spitzeleien aufdeckten, die ihnen Edward Snowden zuspielte: zertrümmerte Festplatten, Durchsuchungen, längere Flugplatzaufenthalte. Bruce Schneier, Berkman Center for Internet and Society at Harvard Law School, hat in einem Artikel nun veröffentlicht, wie man sich gegen Spionage schützen kann: einfach mal offline sein.

Seitdem die NSA-Affäre durch den Medienwald rauscht, reichen sich die Anleitungsartikel für sicheres Internetsurfen auf den Top-Positionen der Online-Zeitungen die Klinke in die Hand: “Wie kann ich sichere Emails versenden?” “Wie nutze ich das TOR-Netzwerk?” “Welche Kryptographie-Programme gibt es?”

Bruce Schneiers relativ kurze aber umso bemerkenswerte Liste vermag einige dieser Fragen beantworten, vor allem aber zeigt sie wieviel grundsätzliches Mißtrauen ein Internetnutzer mitbringen muss, wenn er sich relativ sicher sein will, dass seine Daten nicht beim amerikanischen Geheimdienst landet:

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